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Unterwegs wie die Henker

Ab heute spielen der Amriswiler Marco Krattiger und sein Partner Nico Beeler an der EM in Lettland. Die Reise ins Baltikum ruft beim Thurgauer eine Erinnerung an eine Taxifahrt der besonderen Art hervor.
Matthias Hafen

Der Sport öffnet Marco Krattiger neue Welten. Ob die Christus­statue in Rio de Janeiro oder der Kreml in Moskau: Der 24-jährige Amriswiler war schon dort – und das immer anlässlich eines Beachvolleyballturniers. «Solche Erlebnisse sind einfach grossartig. Denn sie erweitern den ­Horizont, geben dir einen Weitblick», sagt Krattiger, der als Professional die Welt bereist. Das Entdecken von Ländern und Kontinenten empfindet er als eines der grössten Privilegien seines derzeitigen Berufs. «Es ist immer sehr spannend, an einen Ort zu fahren, dessen Kultur, Sprache oder Währung man nicht oder nur wenig kennt.»

Das innere Gefühl sprach gegen das Taxi

Krattiger liebt Abenteuer. Insofern kommt es ihm entgegen, dass die EM in dieser Woche in Jurmala in Lettland stattfindet. «Ich stelle es mir ein bisschen wie in Russland vor», sagt Krattiger und erzählt von einer besonderen Taxifahrt in Moskau. «Wir sahen am Flughafen viele Männer, die eine Taxitafel in die Höhe hielten.» Doch hätten sich er und sein Beachvolleyballpartner Nico Beeler eigentlich entschieden, ein anderes Transportmittel in die Stadtmitte zu nehmen. «Als wir dann aber auf Anhieb nichts anderes fanden, wandten wir uns doch einem Taxifahrer zu.»

Der Mann mit der Tafel führte die beiden Sportler dann aber nur zu einem Privatauto, in dem angeblich sein Bekannter sass. Mit diesem ging’s dann Richtung Zentrum. Und wie! «Wir waren unterwegs wie die Henker», erzählt Krattiger.

Der Fahrer habe in jeder Spur die freie Lücke gesucht und sich so seinen eigenen Weg durch den Verkehr gebahnt.

Die russische Art, eine Mautstelle zu passieren

«Als wir auf eine Mautstelle zukamen, fuhr er so weit, bis die Schranke auf der Kühlerhaube lag, dann drückte er sie hoch, ohne zu bezahlen.» Heute kann der Thurgauer darüber lachen, «weil wir am Ende heil in Moskaus Innenstadt angekommen sind». In Lettland wollen sich ­Beeler/Krattiger aber nicht mehr auf eine solche Fahrt einlassen. Beeler/Krattiger qualifizierten sich als einziges Schweizer Männerteam für die EM und werden das Turnier als Nummer 13 in ­Angriff nehmen. In ihrer Gruppe treffen sie heute auf die Deutschen Markus Böckermann/Yannick Harms und Murat Giginoglu/Hasan Mermer aus der Türkei. Morgen folgt die Begegnung mit den Lokalmatadoren Aleksandrs Samoilovs/Janis Smedins. Die ersten drei qualifizieren sich für die K.-o.-Runde.

Matthias Hafen

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