Unter gewissen Auflagen: Ostschweizer Fussballverband gibt Spielbetriebe in Zeiten des Corona-Virus wieder frei

Kein Shakehands, Desinfektionsmittel in Garderoben und WCs sowie eine Bewilligung der Behörden: Wollen Fussballvereine aus der Region Spiele bestreiten, gilt es, strikt einige Auflagen des Ostschweizer Fussballverbands einzuhalten. 

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Will ein Ostschweizer Club in Zeiten des Corona-Virus ein Spiel durchführen, muss dieser bei den kantonalen Behörden eine Bewilligung einholen.

Will ein Ostschweizer Club in Zeiten des Corona-Virus ein Spiel durchführen, muss dieser bei den kantonalen Behörden eine Bewilligung einholen. 

(Bild: Urs Bucher)

(pd/lex) Wegen des Corona-Virus steht derzeit der Spielbetrieb in den höchsten Schweizer Fussballligen still. Auch einige Spiele in den Amateurligen wurden kurzfristig abgesagt oder verschoben. Nun aber gibt der Ostschweizer Fussballverband (OFV) den Spielbetrieb wieder frei – allerdings unter gewissen Auflagen.

In einer Mitteilung vom Dienstag schreibt der OFV: «Die Klubs mit Heimrecht werden ab sofort aufgefordert, für jedes durch uns angesetzte Spiel bei der zuständigen kantonalen Behörde (oder Gemeindebehörde) eine Bewilligung einzuholen. Auf Verlangen ist uns eine Kopie dieser Bewilligung einzureichen.» Die Regelung betrifft nicht nur den Meisterschaftsbetrieb, sondern auch Trainings- und Cupspiele sowie weitere Turniere im Freien oder in der Halle.

Sollte ein Kanton für Veranstaltungen unter 1000 Zuschauern (oder einer anderweitigen Anzahl Teilnehmende) die Durchführung ohne Bewilligung tolerieren, seien die verlangten behördlichen Auflagen und Massnahmen vollumfänglich und ohne Ausnahme zu erfüllen, so der Verband weiter.

«Die Verantwortung für die Einhaltung liegt einzig und allein beim Veranstalter, sprich dem Heimklub.»

Shakehands bis auf Weiteres verboten

Sollte aufgrund der erwähnten Situation die Durchführung eines Meisterschafts- oder Cupspiels nicht möglich sein, so habe der Heimklub den OFV sofort zu benachrichtigen. «Diese Regelung gilt bis zu einer veränderten Entscheidung mit entsprechender Medienmitteilung des SFV und/oder des OFV.»

Weiter betont der OFV, dass ab sofort «kein Shakehands» durchgeführt werden darf. Für die Vereine gibt er folgende weitere Empfehlungen ab:

  • Aufhängen des BAG-Flyers in Garderoben oder im Club-Restaurant
  • Beachten der vorbeugenden Massnahmen wie gründliches Hände waschen und Hände schütteln vermeiden
  • Personalisierte Trinkflaschen
  • Bei Krankheit weder an Spielen, Trainings oder sonstigen Anlässen teilnehmen
  • Desinfektionsmittel in Garderoben, WC und Club-Restaurant bereitstellen
«Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam und werden gegebenenfalls – insbesondere bei Hinweisen der schweizerischen, der kantonalen Gesundheitsbehörden oder des SFV respektive der Amateur Liga – Massnahmen ergreifen.»

Da dies eventuell auch kurzfristig sein könne, empfehle man allen Vereinen, sich weiterhin auf der OFV-Homepage zu informieren.

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