UNTER DRUCK: Niederlagenserie nach Siegesserie

Die Schweizer Curlerinnen verlieren an der WM in China dreimal nacheinander.

Drucken
Teilen
Bild: Urs Bucher

Bild: Urs Bucher

Die Schweizerinnen um Skip Alina Pätz machen nach vier Siegen in Serie eine schwierige Phase durch. Gestern erlitten sie an der WM in Peking mit 7:10 gegen Tschechien und 4:9 gegen Schweden die zweite und die dritte Niederlage in Folge. Die beiden Niederlagen kamen für die Weltmeisterinnen von 2015 auf grundverschiedene Weise zustande. Gegen die Tschechinnen dominierten sie fast während des ganzen Spiels, den Schwedinnen jedoch waren sie von Anfang an deutlich unterlegen.

Die Partie gegen die Tschechinnen brachte für Nicole Schwägli, Marisa Winkelhausen, Nadine Lehmann und Alina Pätz die erste und bislang einzige Niederlage gegen einen auf dem Papier schwächer eingestuften Gegner. Das 7:10 gegen das aufstrebende tschechische Quartett um Skip Anna Kubeskova wäre denn auch zu vermeiden gewesen. Die Schweizerinnen waren fast durchwegs überlegen. Den Ausschlag gab jedoch ein einziges End, das fünfte. Die Favoritinnen führten 3:2, als der Bernerin Nadine Lehmann auf der dritten Position zwei Versuche völlig missrieten. Pätz geriet dadurch für ihre Steine unter grossen Druck. Hatte sie sich in den vorangegangenen Spielen mehrfach aus solchen Situationen retten können, scheiterte die Zürcherin diesmal ebenfalls, sodass die Tschechinnen ein Dreierhaus zur 5:3-Führung stahlen.

In der Partie gegen Schweden hatten die Schweizerinnen das Pech, dass die EM-Zweiten um Skip Anna Hasselborg ihre bis dorthin beste Leistung der WM ablieferten. Auf drei Positionen war Pätz’ Quartett unterlegen, sehr deutlich auf den wichtigsten Positionen drei und vier. Hasselborg, die schon im Jahr 2016 in der schwedischen Hierarchie die Olympia-Zweite Margaretha Sigfridsson von der Spitze verdrängt hat, zeigte mit einer persönlichen Quote von 95 Prozent an gelungenen Steinen eine Darbietung mit dem Prädikat Weltklasse. Schon im ersten End 0:3 in Rückstand geraten, kamen die Schweizerinnen nie in Tuchfühlung mit den Skandinavierinnen. (sda)