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UNRUHIG: Pulverfass Bayern München

Vor dem «heissen Herbst» mit fünf Spielen in 16 Tagen gibt es beim deutschen Rekordmeister gleich mehrere Brandherde. Unter Beobachtung ist vor allem Trainer Carlo Ancelotti.
Marco Mader (sid)
Bayern soll im Vertrag mit Carlo Ancelotti eine Ausstiegsklausel festgeschrieben haben. (Bild: Ronald Wittek/EPA)

Bayern soll im Vertrag mit Carlo Ancelotti eine Ausstiegsklausel festgeschrieben haben. (Bild: Ronald Wittek/EPA)

Marco Mader (SID)

Julian Nagelsmann, auch das ist in dieser an Aufregern reichen Woche beim FC Bayern öffentlich geworden, besitzt keine zwei Dutzend Unterhosen. Sein Kollege Carlo Ancelotti, sagte der Trainer von Hoffenheim am Mittwoch, habe «mehr Titel als ich Unterhosen im Schrank». Nagelsmann versuchte mit diesem augenzwinkernden Hinweis die Debatte um seine, aber auch um Ancelottis Zukunft zu entschärfen – wohl vergeblich.

Ancelotti hat in seiner über 20-jährigen Karriere als Coach 20 Pokale gewonnen, darunter dreimal die Trophäe der Champions League. Nagelsmann? War 2014 mit Hoffenheim deutscher A-Jugend-Meister. Und doch wird seit Nagelsmanns ehrlichen, aber zeitlich unglücklichen Aussagen über seinen «Traum» vom Job beim deutschen Rekordmeister wieder heisser über beide Trainer diskutiert. Obwohl Nagelsmann jeden «aktuellen Bezug» zurückwies: «Es war keine Bewerbung.» Auch der FC Bayern hat kein Interesse, das Thema zu befeuern. Sie wissen: Vor dem «heissen Herbst» mit fünf Spielen in 16 Tagen während der Wiesn-Zeit, darunter die Begegnung in der Königsklasse bei Paris St-Germain, kann ein Fünkchen genügen, um das prall gefüllte Pulverfass FC Bayern explodieren zu lassen. Brandherde gibt es genug.

Die Personalie Ancelotti

Wie der amerikanische TV-Sender ESPN unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle berichtete, kann der FC Bayern München den Kontrakt mit ihm bereits 2018 und damit ein Jahr vor Laufzeitende kündigen. Die Münchner wollten sich auf Anfrage nicht dazu äussern. Ancelotti selbst wehrt sich gegen den Eindruck, ihm entgleite die Mannschaft. «Ich bin nicht von gestern, ich bin nicht dumm», sagte er bei Sky.

Das Luxuskader

Schon morgen gegen Mainz muss Ancelotti wieder den einen oder anderen Star enttäuschen. Erneuter Stunk wie zuletzt mit Thomas Müller oder Franck Ribéry ist programmiert. Zumal mit Abwehrchef Jerome Boateng ein weiterer Star in die Startelf drängt. «Ich fühle mich jetzt sehr gut», sagte er nach dem Kurz-Comeback beim 3:0 in der Champions League gegen Anderlecht.

Der Goalgetter

Robert Lewandowski entwickelt sich immer mehr zur Ich-AG in kurzen Hosen. Das zeigte sich mit seinem nicht autorisierten Interview, in dem er die Bayern-Chefs mit Kritik an Grundzügen der Vereinspolitik provozierte. Das zeigte sich auch auf dem Platz, als er seine Kollegen gegen Anderlecht mit Eigensinn nervte. Der FC Bayern ist aber zu abhängig von seinem 29-jährigen Ausnahmestürmer, um den Polen in die Schranken zu weisen.

Der Sportchef

Novize Hasan Salihamidzic gibt beim Versuch, die verschiedenen Probleme zu moderieren, keine gute Figur ab. Hoeness gab ihm zuletzt jedoch Rückendeckung: «Er ist nicht unser Pressesprecher, sondern er muss innerhalb des Clubs aufräumen. Er macht einen ausgezeichneten Job.»

Der Vorstand

Nach langer Abwesenheit müsse er erst wieder mit seinem Freund Rummenigge «zusammenkommen», sagte Hoeness kürzlich. Er sieht diesen Prozess «auf einem sehr guten Weg». Die völlig unterschiedliche Reaktion auf Lewandowskis Interview – Drohen hier von Rummenigge, Versöhnliches da von Hoeness – liess daran Zweifel aufkommen.

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