Unihockey
Nach der Playoffqualifikation: Das sind die Gründe für den Erfolg des UHC Waldkirch-St.Gallen

Die St.Galler Unihockeyspieler qualifizieren sich im letzten Spiel für das Playoff der besten acht Teams der NLA. Nach einer schwierigen Saison ist dies der vorläufige Höhepunkt für das Team von Armin Brunner.

Ives Bruggmann
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Die Spieler des UHC Waldkirch-St.Gallen feiern den Sieg.

Die Spieler des UHC Waldkirch-St.Gallen feiern den Sieg.

Benjamin Manser

Der Unihockeyclub Waldkirch-St.Gallen qualifiziert sich zum zweiten Mal in Folge für das NLA-Playoff. Im letzten und entscheidenden Spiel daheim gegen Uster besiegen die St.Galler den direkten Konkurrenten mit 8:6 (4:4, 1:1, 3:1). Die Entscheidung fällt erst im letzten Drittel zu Gunsten des Heimteams. Bereits am Mittwoch trifft Waldkirch-St.Gallen im ersten Spiels des Playoffviertelfinals (Best of 7) auf Qualifikationssieger GC.

Die Saison – von Corona geprägt und zwischenzeitlich unterbrochen – war alles andere als einfach für die St.Galler. Dennoch steht am Ende die Playoffqualifikation zu Buche. Das sind die Gründe für den Erfolg:

Die Nervenstärke

Wenn es darauf ankommt, dann liefert Waldkirch-St.Gallen. Das hat das Team von Trainer Armin Brunner nicht nur in der alles entscheidenden Partie gegen Uster bewiesen. Von den Direktbegegnungen mit den Teams der unteren Tabellenhälfte und später der Challenge Round gewannen die St.Galler 8 von 10 Partien. Das hat ihnen am Ende die Playoffqualifikation beschert.

Die Führungsspieler

Die beiden Nationalspieler Roman Mittelholzer und Michael Schiess gehen immer voran. So auch in der Finalissima gegen Uster. Im letzten Drittel waren es Michael Schiess mit zwei Treffern zum 7:5 und Captain Roman Mittelholzer mit dem Tor zum 8:6-Endstand, die den Unterschied ausmachten. Zusammen mit Andrin Zellweger, Chris Eschbach und Thomas Mittelholzer bilden sie ein Gerüst aus erfahrenen Spielern.

Die neue Generation

Aber auch die neue Generation um Stefan Schiess und die Gebrüder Rohit und Rahul Chiplunkar steht der erfahrenen um die Gebrüder Mittelholzer, Chris Eschbach, Andrin Zellweger und Co. in nichts nach. Im Gegenteil. Die jungen Spieler sind bestens ausgebildet und bringen eine neue Gewinnermentalität in die Mannschaft.

Die Handschrift des Trainers

Armin Brunner trat ein schweres Erbe an. Fabian Arvidsson leistete während Jahren ausgezeichnete Aufbauarbeit, die im vergangenen Jahr mit der erstmaligen Playoffqualifikation gekrönt wurde. Der ehemalige Nationalspieler Brunner hat es aber geschafft, das Spiel von Waldkirch-St.Gallen nochmals weiterzuentwickeln. Im Spiel mit Ball agieren die St.Galler mittlerweile äusserst selbstbewusst.

Der Zusammenhalt

Nein, einfach war die Saison nicht. Das Coronavirus legte auch Teile des UHC Waldkirch-St.Gallen lahm. Es gab mehrere Fälle und die ganze Mannschaft musste in Quarantäne. Doch das Team liess sich nie unterkriegen und war bis zuletzt überzeugt von der Playoffqualifikation. Diese ist auch ein Verdienst des Zusammenhalts innerhalb des Klubs und vor allem der Mannschaft.

Die Verstärkungsspieler

Der Abgang von Oscar Eriksson-Elfsberg war bitter. Kein einziges Mal konnte der verletzte Schwede für Waldkirch-St.Gallen auflaufen. Aber sein Ersatz, Rückkehrer Nicolas Jordan, lieferte dafür umso zuverlässiger ab. Der Stürmer steuerte zehn Skorerpunkt zur Playoffqualifikation bei. Aber auch die beiden temporären Verstärkungsspieler aus dem Norden, der Schwede Jacob Glas und der Finne Sami Saarinen, hoben das Niveau von Waldkirch-St.Gallen durch ihre Routine.

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