UNIHOCKEY: Mit dem Rücken zur Wand

Nach einer deutlichen 2:6-Niederlage am Samstag zu Hause gegen den UHC Sarganserland mussten sich die NLB-Unihockeyaner von Floorball Thurgau auch am Sonntag auswärts knapp mit 5:6 geschlagen geben.

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Floorball Thurgau (pink-grau) musste in der heimischen Paul-Reinhart-Halle vor 364 Zuschauern eine bittere 2:6-Niederlage einstecken. (Bild: Mario Gaccioli)

Floorball Thurgau (pink-grau) musste in der heimischen Paul-Reinhart-Halle vor 364 Zuschauern eine bittere 2:6-Niederlage einstecken. (Bild: Mario Gaccioli)

UNIHOCKEY. Am Samstag begann für Floorball Thurgau die Playoff-Halbfinalserie gegen den UHC Sarganserland. Beiden Teams war die Nervosität zu Beginn anzumerken. Niemand wollte dem Gegner einfache Ballverluste zugestehen. Thurgau hatte vermehrt den Ball in den eigenen Reihen, und die Sarganser versuchten immer wieder mit ihren gefährlichen Kontern zu punkten. So waren es auch die Gäste, die durch einen solchen Konter in der 13. Minute in Führung gehen konnten. Als kurz danach auch noch ein Sarganser auf der Strafbank Platz nehmen musste, war die Chance auf den Ausgleich gross. Allerdings segelten sämtliche Abschlüsse am Tor vorbei oder wurden vom starken Torhüter zunichte gemacht. Kurz nach Ablauf der Strafe konnten die Gäste noch zum 2:0 einschieben.

Vier Minuten Überzahl, kein Tor

In das zweite Drittel durften die Thurgauer mit knapp vier Minuten Überzahl starten. Zählbares schaute aber nicht heraus. Immer wieder durch individuelle Fehler konnten die Sarganser ihre gefährlichen Konter starten und so bis zur zweiten Pause den Vorsprung auf 5:0 ausbauen. Im Schlussabschnitt versuchten die Gastgeber vermehrt Druck auszuüben, jedoch ohne Erfolg. Trotz immer mehr Spielanteilen gelangen keine zwingenden Aktionen. Nach dem 0:6 in der 53. Minute gelang es auch noch den Thurgauern, den Ball zweimal im Tor unterzubringen.

Diese Niederlage ist insofern unnötig, da man das Spiel jederzeit in der eigenen Hand hatte und dem Gegner immer wieder Geschenke machte.

Enge Partie am Sonntag

Am Sonntag versuchte man diese Geschenke zu minimieren. Gleich zu Beginn der Partie gelang es den Thurgauern, Druck auf das gegnerische Gehäuse zu machen. Als die Sarganser nach einem ihrer gefährlichen Konter nachsetzten, schien die Situation bereits geklärt, als ein Pass seinen Empfänger nicht fand und die Gastgeber keine Mühe hatten, wieder in Führung zu gehen. Auf das 0:2 in der achten Minute fanden die Thurgauer eine Antwort. Mit zwei Toren in der 11. und 14. Minute war der Spielstand wieder ausgeglichen.

Als die Sarganser auf der Höhe der Mittellinie einen Freistoss zugesprochen bekamen und diesen schnell ausführten, war die Führung für die Hausherren wieder Tatsache. Nach einer überstandenen Strafe der Thurgauer schien die Gefahr bereits wieder gebannt, als es wieder zu einem Freistoss kam. Wiederum wurde dieser vom UHC Sarganserland schnell ausgeführt und fand den Weg ins Tor zum 4:2. Diesmal konnten die Gäste nicht mehr ganz reagieren. In Überzahl konnte Königshofer zum 3:4-Anschlusstreffer einschieben.

Bereits nach einer Minute im Schlussabschnitt konnte der wiederholte Ausgleich durch Altwegg bejubelt werden. Keine zwei Minute später waren bereits wieder die Sarganser am Zug, die abermals in Führung gingen. In der Folge gab es Strafen auf beiden Seiten und es dauerte bis zur 51. Minute, als Sedin wiederholt den Ausgleich erzielen konnte. Darauf nahmen sich die Gäste aus dem Thurgau wiederholt durch Strafen selber den Wind aus den Segeln. Rund 90 Sekunden vor Schluss trafen die Sarganser in Überzahl zum 6:5. (fm)