UNIHOCKEY: Erfolg trotz Cup-Aus

Gleich zweimal zeigt der NLB-Club Floorball Thurgau eine starke Leistung. Während es in der Meisterschaft zu einem Sieg reicht, ist im Cup die Hürde zu hoch.

Jan Schläfli
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Das Duell zwischen Floorball Thurgau (pink) und Verbano Gordola war hart umkämpft. (Bild: Sandro Kradolfer)

Das Duell zwischen Floorball Thurgau (pink) und Verbano Gordola war hart umkämpft. (Bild: Sandro Kradolfer)

Jan Schläfli

sport@thurgauerzeitung.ch

Zweimal trat Floorball Thurgau vor heimischem Publikum an. In der Meisterschaft trafen die Thurgauer auf Verbano Gordola und gewannen 4:3 nach Verlängerung. Nur 24 Stunden später stand ihnen im Cup-Achtelfinal Titelverteidiger GC gegenüber. Trotz eines grossen Kämpferherzens schied Thurgau gegen die Grasshoppers mit 4:8 aus.

Der NLA-Club ist nicht nur der Titelhalter im Cup, sondern stellt derzeit auch die offensiv stärkste Mannschaft der Schweiz. In den vergangenen zwei NLA-Spielen gelangen den Grasshoppers insgesamt 30 Tore. Die Thurgauer starteten entsprechend defensiv ins Spiel und konnten zehn Minuten lang allen Versuchen der Favoriten standhalten. Dann eröffneten die Stadtzürcher das Skore mit einem gezielten Schuss ins Lattenkreuz. Zwei Minuten später nutzte GC eine Überzahl zum 2:0. Es dauerte dann nur 30 Sekunden, bis Thurgaus Daniel Wattinger einen Konter nutzte und für den ersten Torjubel in der Paul-Reinhart-Halle sorgte. Der NLA-Vertreter liess sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen und erhöhte noch vor der ersten Drittelspause auf 4:1. Im Mitteldrittel verkürzte erneut Wattinger mit der Rückhand auf 2:4. Nach einem erneuten Powerplay-Treffer von GC hielt Conrad die Thurgauer mit dem 3:5 im Spiel. Zu Beginn des Schlussdrittels gelang Lienert gar der Anschlusstreffer zum 4:5. Mit etwas mehr Fortune wäre sogar der Ausgleich möglich gewesen. Doch zeigten die Grasshoppers erneut ihre Klasse und zerstörten mit drei Toren in drei Minuten Thurgaus Traum von einem Sieg.

Im letzten Drittel ein 1:3 aufgeholt

Dank des Siegs in der NLB-Meisterschaft gegen Verbano Gordola tags zuvor war das Wochenende von Floorball Thurgau dennoch ein Erfolg. Gordola befindet sich zwar in der unteren Tabellenhälfte, ist aber dank seiner starken Ausländerlinie ein gefürchteter Gegner.

Die Partie startete unspektakulär und es dauerte zwölf Minuten, ehe Levin Conrad das 1:0 für Thurgau realisierte. Obwohl das Heimteam den Grossteil des Spiels bestimmte, kam Gordola dank seiner ersten Linie auch zu guten Möglichkeiten. Nach dem Ausgleich im Startdrittel gingen die Tessiner nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff erstmals in Führung. Das letzte Drittel begann ähnlich wie das zweite: Gordola nutzte ein Powerplay zum 3:1. Jetzt nahm Thurgau ein Timeout – und das zeigte Wirkung. Luca Altwegg brachte die Ostschweizer mit dem 2:3 zurück ins Spiel und sorgte in der 55. Minute auch für den Ausgleich.

Da bis zum Schlusspfiff keine Treffer mehr fielen, folgte die Verlängerung. In dieser dauerte es über neun Minuten, bis schliesslich Rajeckis einen Querpass von Ausderau im Tor der Tessiner verstaute und so Floorball Thurgau den Sieg sicherte.