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UNGENÜGEND: Treten an Ort

Bei der 0:2-Niederlage in Luzern zeigt sich der FC St. Gallen gegenüber dem Grasshoppers-Spiel verbessert. Die Leistung ist aber zu fehlerhaft, um die Zentralschweizer ernsthaft fordern zu können.
Ralf Streule, Luzern
Cedric Itten erzielt das 2:0. Daniel Lopar bleibt das Nachsehen. (Bild: Georgios Kefalas/KEY)

Cedric Itten erzielt das 2:0. Daniel Lopar bleibt das Nachsehen. (Bild: Georgios Kefalas/KEY)

Ralf Streule, Luzern

Wäre da die 72. Minute nicht gewesen, vielleicht hätte man beim FC St. Gallen nach dem Spiel von einer Reaktion gesprochen auf die zuletzt schwachen Leistungen. Man hätte das 0:0 als Erfolg auf dem möglichen Weg zur Besserung gepriesen. Und von einem Punkt geredet, der die Hoffnung auf eine Europa-League-Teilnahme weiter am Leben hält. Das Gegentor in dieser Minute aber legte zu sehr offen, wie anfällig die St. Galler derzeit sind. Vier Fehler hatte St. Gallens Trainer Joe Zinnbauer in dieser Situation gezählt, wie er später sagte. Am auffallendsten waren derjenige von Mohamed Gouaida, der einen Pass von Kofi Schulz aus der Defensive schlecht annahm und Hekuran Kryeziu förmlich zu dessen Prachtstreffer einlud. Krye­zius Weitschuss wurde zu einem platzierten, für Daniel Lopar unhaltbaren Aufsetzer.

Selbstvertrauen ist noch nicht zurück

So blieb am Ende der Eindruck hängen von einem etwas lauen Team, dass sich zwar im Vergleich zum Spiel bei den Grasshoppers steigern konnte und physisch wieder präsenter wirkte, das aber noch immer weit vom Selbstvertrauen des Rückrundenstarts entfernt ist. Auch wenn die Ostschweizer die Partie lange ausgeglichen hielten: Was fehlte, war die Überzeugung und die zündende Idee im Spielaufbau. Diesbezüglich fühlte man sich an die Partien zu Beginn der Saison erinnert. Zwar hatten die St. Galler Möglichkeiten, wie durch Albian Ajeti, der nach einer Viertelstunde eine Hereingabe von Marco Aratore nicht verwerten konnte. Zwingend spielten sich die St. Galler aber selten vors gegnerische Tor. Luzern erspielte sich nicht mehr, dafür gefährlichere Chancen. Lopar hatte schon in der fünften Minute vor dem heranstürmenden Marco Schneuwly klären müssen. Luzern verdiente sich den Sieg am Ende, da es variabler und ideenreicher zu Werke ging.

Beste Phase kurz nach der Pause

Zinnbauer hatte Änderungen gegenüber dem Spiel in Zürich vorgenommen: Er hatte den gelbgesperrten Roy Gelmi mit Gouaida ersetzt, der im Spiel nach vorne aber oft unüberlegt agierte. Im offensiven Mittelfeld stellte er erstmals von Beginn weg Sejad Salihovic neben Tranquillo Barnetta auf. Der Bosnier hatte Startschwierigkeiten, deutete seine technischen Fähigkeiten aber nach der Pause an, als die St. Galler ihre beste Phase hatten. Salihovics Freistoss nach einer Stunde war eine der besten Chancen der Gäste – neben zwei Versuchen aus der zweiten Reihe von Barnetta. Nach dem Gegentor versuchten die St. Galler, ihr Glück doch noch zu erzwingen. Zinnbauer brachte mit Yannis Tafer, Lucas Cueto und Roman Buess drei Offensivkräfte. Dies eröffnete den Luzernern Kontermöglichkeiten, welche Cedric Itten nach einem Stellungsfehler der St. Galler Hintermannschaft zum 2:0 ausnutzen konnte.

St. Gallen fehlen – nach zuletzt fünf Spielen mit nur zwei Punkten – unterdessen sechs Zähler auf Lugano und den fünften Platz, der mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einem Europacup-Platz berechtigt. Gegen Thun am kommenden Sonntag ist St. Gallen gefordert, will es den Anschluss an die Tessiner nicht verlieren – an ein Team, das aufgrund des Spielerpotenzials eigentlich hinter den Ostschweizern liegen müsste.

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