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UMS STADION: Nati-Fans: "In St.Gallen ist die Stimmung am besten"

Der Kybunpark erstrahlt heute Abend in Rot-Weiss. Die Stimmung ist ausgelassen. Nati-Fans sind aus verschiedenen Ecken des Landes angereist. Ein Rundgang vor dem Spiel.
Adrian Lemmenmeier

Einige Besucher des Abendverkaufs schauen verwundert, als in der Shopping-Arena die Kuhglocken erklingen. Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Andorra schlendern die ersten Fans der Schweizer Nationalmannschaft durch die Ladenmeile. Unter ihnen sind Maria, Rosmarie und Monika Hasler aus Frauenfeld. "Der Schweiz-Match gehört für uns einfach dazu", sagt die 74-jährige Maria Hasler. "Seit 1992 gehe ich zusammen mit meinen beiden Töchtern die Spiele der Nati schauen". Dann kommt ein Kind zu den drei Frauen und fragt, ob es auch mal mit der Kuhglocke läuten dürfe.

Draussen vor der Arena mischt sich das Gebimmel mit dem Rattern einiger Gewehrsalven vom nahen Waffenplatz Breitfeld. Wurst-Geruch dringt in die feuchte Luft. Es regnet. Für Aris Chouchourelos ist es das erste Länderspiel seines Lebens. Der Zehnjährige ist mit seinen Eltern aus Niederuzwil zum Spiel gekommen. Etwas früher, damit sie sicher einen Parkplatz finden. "2:0 für die Schweiz durch Tore von Schär und Embolo", ist sein Spieltipp. Ein Freund seines Vaters ergänzt: "Wichtig ist, dass die Nati jetzt alles gewinnt, damit sie danach gegen Portugal verlieren kann."

Ein paar Meter weiter stehen Walter Breitenmoser und Bruno Häusermann. Die Baselbieter gehen an jedes Nati-Spiel in der Deutschschweiz. "Die Stimmung bei den Länderspielen ist immer super. Es gibt keinerlei Krawalle wie manchmal in der Liga." Dass man im Kybunpark nicht mit Bargeld bezahlen kann, finden sie "einen Seich", lassen sich aber die Stimmung nicht verderben. "Wir haben den Plausch", sagen die beiden Rentner. Qualifiziert sich die Schweiz für die WM, können sie sich vorstellen, nach Russland zu reisen. Auch wenn ihnen das Land nach den Doping-Skandalen nicht mehr so sympathisch ist.

Auf einem Festbank sitzen Natalie und Sabrina Leu. Sie sind aus dem thurgauischen Ettenhausen angereist. "Die Stimmung in St.Gallen ist einfach die beste", sagen sie. "Wir gehen jeweils auch nach Zürich und Basel die Nati schauen, aber hier gibt es die besten Fans". Allerdings finden es beide schade, dass keine Anhänger aus Andorra angereist sind. Tatsächlich sieht man vor dem Stadion nicht ein einziges Trikot, nicht eine Fahne des Zwergstaates. "3:1 gewinnt die Schweiz heute." Den Andorranern gönnen die Thurgauerinnen ein Ehrentor. "Wenn sie schon keine Fans haben, die sie unterstützen."

Ein ganz besonderer Abend ist es für Marius Kamm aus Glarus. Der Sechsjährige darf an der Hand eines Spielers aufs Feld laufen. "Ich weiss aber noch nicht, mit welchem." Angereist ist er mit seiner Mutter Carmen und Onkel Markus. Vor dem Spiel essen sie zusammen eine Wurst, "ohne Senf - fürs Protokoll", sagt Carmen und grinst. Sie freuen sich auf ein gut gefülltes Stadion. Dessen Schriftzug erstrahlt heute in weiss-rot. Einige Besucher des Shopping-Centers stehen auf der anderen Strassenseite und warten auf den Bus. "Wieso hat es denn hier so viele Leute", fragt eine junge Frau mit einer grossen Ikea-Tasche, ihre Freundin. Dann steigen sie in den Bus.



Bild: Urs Bucher
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16 Bilder

Schweiz - Andorra im Kybunpark

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