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ÜBERRASCHUNG: Mowinckel erklimmt den Gipfel

Ragnhild Mowinckel nutzte ihre Topform zum ersten Weltcupsieg. Die 25-jährige Norwegerin gewann den Riesenslalom vor Viktoria Rebensburg und Mikaela Shiffrin, die als Gesamtweltcupsiegerin feststeht.
Jonas Schneeberger (sda), Ofterschwang
Die Norwegerin Ragnhild Mowinckel überzeugt nach ihren starken Auftritten an den Olympischen Winterspielen auch im Ski-Weltcup. (Bild: Daniel Kopatsch/EPA)

Die Norwegerin Ragnhild Mowinckel überzeugt nach ihren starken Auftritten an den Olympischen Winterspielen auch im Ski-Weltcup. (Bild: Daniel Kopatsch/EPA)

Jonas Schneeberger (SDA), Ofterschwang

Am Schluss stand Viktoria Rebensburg nach wie vor mit der roten Startnummer da, dem Symbol für die beste Riesenslalomfahrerin. Das Hauptziel hatte die Bayerin im Heimrennen im Oberallgäu damit erreicht, nur noch acht Punkte benötigt sie in einer Woche beim Finale in Are zum Gewinn der kleinen Kristallkugel. An diesem frühlingshaften Freitag war aber eine andere die Nummer eins. Ragnhild Mowinckel fuhr im ersten Lauf mit Startnummer eins zur Bestzeit und im zweiten Lauf im Stil einer Seriensiegerin zum ersten Weltcupsieg. 66 Hundertstel nahm sie Rebensburg ab, 74 Mikaela Shiffrin.

Zuoberst auf dem Podest war die Frau aus Molde vor dem Abstecher in die deutschen Alpen noch nie gestanden – unter anderem nicht, weil im Riesenslalom ein deutsch-französisch-amerikanisches Trio den Ton angibt. Einen norwegischen Triumph gab es in dieser Disziplin bei den Frauen ausserdem zuletzt vor 16 Jahren, damals durch Andrine Flemmen. Und doch war Mowinckels Sieg kein unlogischer. Seit Wochen erfreut sich die 25-jährige Allrounderin einer blendenden Form. Im Dezember fuhr sie in Val-d’Isère zum ersten Mal auf das Podest, als sie Dritte im Super-G wurde. Im Januar legte sie mit einem zweiten Platz im Riesenslalom am Kronplatz nach, und an den Olympischen Spielen in Pyeongchang glänzte sie als zweifache Zweite. «Was in den letzten Monaten ablief, macht mich sprachlos», erklärte Mowinckel. Sie fahre sehr solide, mache weniger Fehler und könne sich im Vergleich zu früher solche sogar leisten, so Mowinckel. Vor allem aber stimmt es im Kopf: «Ich habe viel mehr Selbstvertrauen als früher.»

Auch Mikaela Shiffrin hatte Mowinckels Premiere kommen sehen: «Ich spürte, dass sie hier gewinnt. Sie war so ruhig, überhaupt nicht nervös und total relaxed.» Der Titelverteidigerin hatte ebenfalls etwas zu feiern. Shiffrin reichte ihr dritter Platz zum erneuten, vorzeitigen Sieg im Gesamtweltcup. «Es ist unglaublich, das Gefühl ist schwer zu beschreiben», sagte sie. «Es war ein Kampf in meinem Kopf, worauf ich den Fokus lege – Olympia oder den Weltcup.» Bei den Winterspielen gewann die Amerikanerin Gold und Silber, jetzt, vier Tage vor ihrem 23. Geburtstag zum zweiten Mal die grosse Kristallkugel. «Das grösste Ziel ist erreicht, jetzt kann ich die letzten Rennen geniessen», sagte Shiffrin, die im heutigen Slalom die nächste Kugel gewinnen kann.

Holdener wird nur 14.

Die Schweizerinnen konnten bei frühlingshaften Temperaturen um die Zehn-Grad-Marke nicht vorne mitmischen, obwohl sich die Piste in gutem Zustand präsentierte. Erstmals in dieser Saison schaffte es keine Swiss-Ski-Fahrerin im Riesenslalom in die Top zehn. Wendy Holdener wurde nach «verschenktem erstem Lauf» 14., Lara Gut belegte Platz 19. Vergleichbar dürftig schnitten die Schweizerinnen, die erstmals seit 1994/95 das Nationenranking der Frauen gewinnen können, einzig im Slalom von Flachau ab. Damals wurde Denise Feierabend als beste Schweizerin lediglich Elfte. Der Rückstand auf die Österreicherinnen wuchs dadurch auf immer noch einholbare 109 Punkte an.

Für die Schweizer Erfolgsmeldung sorgte Aline Danioth. Die 19-Jährige aus Andermatt, die auf diese Saison von einer zehnmonatigen Verletzungspause zurückgekehrt ist und in der Europacup-Gesamtwertung Platz zwei belegt, qualifizierte sich zum ersten Mal im Riesenslalom für den zweiten Lauf und wurde 21.

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