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U23-WM: Auf der Überholspur ausgebremst

Der Wattwiler Langläufer Beda Klee kam im Obergoms im Rennen über 15 km klassisch nicht über Rang 23 hinaus. Für den 21-Jährigen eine Enttäuschung, vor allem nach dem guten vierten Platz im Sprint.
Jörg Greb
«Jetzt gilt es, möglichst gut zu erholen», sagt Beda Klee vor dem heutigen Rennen. (Bild: Peter Schneider/Keystone)

«Jetzt gilt es, möglichst gut zu erholen», sagt Beda Klee vor dem heutigen Rennen. (Bild: Peter Schneider/Keystone)

Jörg Greb

Der hervorragende vierte Rang im Sprint am Montag hatte den 21-jährigen Langläufer Beda Klee zusätzlich aufgebaut. «Ich bin in Form und voller Zuversicht», sagte er im Hinblick auf das Distanzrennen in der klassischen Technik. Dieses gelangte gestern zur Durchführung – ohne dass Klee seine Rolle hätte wunschgemäss interpretieren können. «Es lief nur wenige Minuten wirklich verheissungsvoll», sagte er nach den 15 km mit den zwölf Anstiegen und den insgesamt 600 Höhenmetern. 53 Sekunden fehlten ihm nach 40 Minuten Laufzeit auf Platz zehn, 1:48 Minuten auf den Bronzeplatz.

Bereits nach der ersten langen Bergaufpassage hatte Klee erkennen müssen: «Das sind nicht die Beine, wie ich sie mir wünsche und auch schon oft dar­auf bauen konnte.» Entscheidend büsste er sogleich Zeit ein. Bei der ersten Zwischenzeit nach 2,4 km lag er lediglich an 19. Stelle. Und alles Dagegenankämpfen zeigte wenig Wirkung. Die Position blieb auch bei den folgenden Zwischenpositionen gleich. Da sagte sich Klee irgendwann: «Heute ist nicht mein Tag, und ob ich nun als 19. oder noch etwas bescheidener klassiert bin, ändert für mich nichts.» Um ein enttäuschendes Ergebnis handelt es sich. Eine Klassierung in den besten Zehn hatte er sich vorgenommen. «Es war hart. Der vierte Rang im Sprint fiel mir wesentlich leichter.»

Neuer Tag, neue Chance

Den Blick richtete Klee schnell wieder nach vorn. «Abhaken und vorwärtsschauen», sage er sich. Damit spielte er auf seinen dritten Einsatz im Oberwallis an, wo heute der Skiathlon stattfindet. «Neuer Tag, neue Chance», sagt Klee zum speziellen Rennen, das zuerst in der klassischen Technik und nach einem Skiwechsel in der freien Technik absolviert wird. «Jetzt gilt es, sich möglichst gut zu erholen und dann mein wirkliches Leistungspotenzial abzurufen.» Zugute kommen sollte ihm dann das, was er besonders schätzt bei Langlaufrennen, nämlich «den Kampf Mann gegen Mann». Klee will versuchen, sich vorne einzureihen und seine Chance wahrzunehmen.

Die Strecke, auf welcher der Skiathlon stattfindet, kennt Klee: Seit Jahren fährt sein Club, der SC Speer Ebnat-Kappel, nach Reckingen in das Trainingslager. Das ist auch in diesem Jahr so. Dem Skiclub gehört Klee an, seit er sieben ist. Diesmal aber ist er in anderer Mission unterwegs. Von seinen früheren Eindrücken, Erfahrungen, Erkenntnissen profitiert er: «Ich kenne das Tal, die Strecken sind mir vertraut und das nicht erst, seitdem wir uns auf diese WM vorbereiten.»

Olympische Spiele als Fernziel

Und Klees Freude am Langlaufen hat sich nicht zuletzt im Obergoms akzentuiert. Mittlerweile bezeichnet er sich als Langläufer. In Davos, wo die meisten Schweizer Langläufer wohnen, hat auch er sich niedergelassen. Nachdem er vergangenen Sommer die Spitzensport-RS besucht hat, ist er nun als Spitzensportsoldat beim Militär angestellt. Als «grosses Privileg» bezeichnet er seine aktuelle Situation: «Nicht jeder kann sein Hobby zum Beruf machen.» Klees Status hängt natürlich zusammen mit seiner Entwicklung. Resultate hat er erbracht, die Einstellung ist professionell und der Erfolgshunger zeichnet ihn aus.

Klee überzeugte bereits vorletzten Winter auf oberster Bühne – als Vierter an der Junioren-WM. Vergangenes Jahr gelang ihm gegen die bis zu zweieinhalb Jahre ältere Konkurrenz beim U23-Einstand ein guter elfter Rang im Skating-Distanzrennen. Und in dieser Saison verdeutlichen die Aufgebote für die Weltcup-Rennen in Davos und in Lenzerheide die Entwicklung. Als «absolut realistisch» schätzt er die Möglichkeit einer baldigen WM-Teilnahme bei der Elite ein. Olympia soll in vier Jahren ebenfalls zum Thema werden.

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