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TV-Auftritt als Auslöser im Streit zwischen den Ur-Bayern Hoeness und Breitner

In der Krise des FC Bayern München bekämpfen sich die früheren Freunde Uli Hoeness und Paul Breitner. Warum es zum Bruch kam, wurde nun bekannt.
FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness in der Münchner Allianz-Arena. (Angelika Warmuth/DPA (München, 14. Mai 2016))

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness in der Münchner Allianz-Arena. (Angelika Warmuth/DPA (München, 14. Mai 2016))

Klublegende Paul Breitner soll seinen Job beim deutschen Rekordmeister Bayern München wegen einer Meinungsverschiedenheit mit dem Verein über einen geplanten TV-Auftritt hingeworfen haben. Breitner habe auf Wunsch des Vereins seinen Besuch bei «Blickpunkt Sport» im Bayerischen Rundfunk (BR) am 19. Februar 2017 abgesagt. Als dort aber dann der damals neue Markenbotschafter Hasan Salihamidzic aufgetreten sei, kündigte er laut «Sport-Bild» nach zehn Jahren seinen Vertrag.

Der FC Bayern verweist gegenüber dem Blatt darauf, dass der Auftritt von Salihamidzic, inzwischen Sportdirektor, einem internen Kommunikationsfehler geschuldet gewesen sei.

Bruch erfolgt nach Hoeness-Gefängnisaufenthalt

Uli Hoeness habe nichts vom Vorgang gewusst. Breitner habe die Sendung laut «Sport-Bild» nicht besuchen sollen, weil der FC Bayern damals nicht gut auf den BR zu sprechen gewesen sei.

FC-Bayern-Präsident Hoeness (66) hatte Breitners Kündigung als Marken-Botschafter zuletzt im Streit mit seinem ehemaligen Kumpel öffentlich gemacht, ohne Hintergründe zu nennen. «Er hat Anfang 2017 diesen Vertrag nach einer Auseinandersetzung mit Karl-Heinz Rummenigge, wo es auch um Presseauftritte ging, hingeschmissen», sagte er und betonte: «Paul Breitner ist nicht Opfer, sondern Täter.» Er habe mit seinem früheren Freund gebrochen, als er aus dem Gefängnis gekommen sei, ergänzte Hoeness. Dies war Ende Februar des vergangenen Jahres.

Paul Breitner im Jahr 2011 in Kiew. (Bild: Sergey Dolzhenko/EPA)

Paul Breitner im Jahr 2011 in Kiew. (Bild: Sergey Dolzhenko/EPA)

Auslöser des jüngsten Zwists war erneut ein Auftritt Breitners im «Blickpunkt», bei dem dieser die legendäre Bosse-PK und insbesondere Hoeness scharf kritisierte. Breitner (67) wurde daraufhin aufgefordert, sich vom Ehrengastbereich der Allianz-Arena fernzuhalten, woraufhin er seine Ehrenkarten zurückgab. (sid)

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