TURNEN: Einmal Gold, viermal Silber

In den Niederlanden holen Lilli Habisreutinger und Lejla Sadikaj für die Turnfabrik mehrere Medaillen.

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Lilli Habisreutinger (Bild: PD)

Lilli Habisreutinger (Bild: PD)

Das Thurgauer Duo Lilli Habisreutinger/Lejla Sadikaj (Turnfabrik/RLZO) behauptete sich am internationalen Wettkampf in Deventer gegen 300 Konkurrentinnen aus über zwölf Ländern und trat den Heimweg mit einer Goldmedaille sowie vier silbrigen Auszeichnungen an.

Sadikaj startete mit Jahrgang 2007 bei den Jüngsten, den Pupils A (2007 und Jünger). Und die Ostschweizerin zeigte an ihrem ersten internationalen Wettkampf eine mehr als gelungene Premiere. Sie führte an allen ­Geräten eine fehlerfreie und saubere Übung vor und wurde überraschend mit Gold belohnt.

Persönliche Bestleistung von Habisreutinger

Habisreutinger startete mit Jahrgang 2004 als eine der Jüngsten in der Kategorie Junior A. Sie turnte einen soliden und, bis auf einen Sturz am Balken, fehlerfreien und gelungenen Wettkampf. 48,05 Punkte, das bedeutete persönliche Bestleistung in dieser Saison und wurde mit der Silbermedaille im Mehrkampf belohnt. Zum ersten Mal zeigte Habisreutinger zwei Sprünge, Jurtschenko gestreckt sowie Überschlag, Salto. Dank dieser neuen Schwierigkeiten und einer starken Leistung konnte sie sich für sämtliche Gerätefinals qualifizieren.

Ausgangsnote am Sprung gekürzt

In den Finals gelang nicht mehr ganz alles nach Wunsch, und mit zwei Stürzen am Balken musste Habisreutinger die Medaillenhoffnungen an diesem Gerät schnell begraben. Am Sprung wurde die Ausgangsnote gekürzt, weil der Jurtschenko nur als gebückt gezählt wurde, was zusätzlich Punkte kostete. Trotz allem reichte es der Thurgauerin für Silber. Dank solider und fehlerfreier Leistungen am Barren und Boden reichte es später nochmals für zwei Silbermedaillen. (pd)