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TURBULENZEN: Der FC Wil kämpft vor Gericht

Zwei Tage vor dem morgigen Heimspiel gegen Wohlen schafft der FC Wil Transparenz bezüglich ausbezahlter Löhne. Bis und mit März seien sie samt Sozialleistungen überwiesen. Allerdings gebe es drei Sonderfälle. Einer davon wird vor Gericht verhandelt.

In Zusammenhang mit den Ja­nuarlöhnen drohen den Wilern gleich zweimal drei Punkte Abzug. Einerseits wurde eine Bestätigung für die Sozialleistungen zu spät eingereicht. Andererseits hat die Swiss Football League Ungereimtheiten bei der Auszahlung festgestellt. «Das ist nicht angemessen. Es handelt sich um den gleichen Fall. Hätten wir die Januarlöhne gar nicht bezahlt, wären wir mit dem Abzug von nur drei Punkten bestraft worden», sagt Präsident Roger Bigger. Dar­um setzen sich die Wiler zur Wehr. Gegen den einen Punktabzug haben sie bereits rekurriert, gegen den anderen werden sie es noch tun. Ein Szenario ist, dass die Liga beide Urteile gemeinsam kommunizieren wird.

Nachdem seit dem Bekanntwerden des zweiten Punktabzugs über die Gründe gerätselt worden war, schaffte der FC Wil gestern Klarheit. Grundsätzlich seien alle Löhne für Januar, Februar und März bezahlt. Dies bestätigte er der Liga, was diese mittlerweile quittiert hat. Allerdings gebe es drei Sonderfälle. Der erste ist der einfachste: Einem Spieler, der nicht namentlich genannt wird, wurde der Januarlohn «wegen eines Missverständnisses» in zwei Tranchen, aber vollständig, ausbezahlt. Die zweite kam zu spät. Diese Akte dürfte sich erledigt haben. In einem zweiten Fall will ein ebenfalls nicht namentlich genannter Spieler ein Darlehen, das er vom FC Wil bekommen hat, nicht zurückzahlen. Dieses wird ihm anteilmässig jeden Monat mit dem Lohn verrechnet. Der komplizierteste und heikelste Fall ist der dritte: Der FC Wil hat bei diesem Spieler, der in der Mitteilung keinen Namen trägt, ohne dessen Einverständnis eine Lohnanpassung nach unten vorgenommen, weil dieser beim Vertrag einen sogenannten «Grundlagenirrtum» einklagt. Das entsprechende Gerichtsverfahren läuft. Wenig überraschend wäre, wenn es sich hierbei um Spieler Rémi Gomis handeln würde, da mit ihm laut verschiedener Quellen scheinbar bis zuletzt keine Lösung gefunden worden war. Bestätigt ist dies nicht.

Beim FC Wil hofft man, dass die Swiss Football League bei der Beurteilung der Rekurse den Ermessensspieleraum zu Gunsten der Ostschweizer auslegt und die Anstrengungen der Schweizer Führung würdigt. Um einem Interessenkonflikt vorzubeugen, ist Bigger von seiner Funktion als ­Finanzchef der Swiss Football League in den Ausstand getreten, bis die Verfahren gegen «seinen» Club abgeschlossen sind.

Morgen um 15 Uhr steht für den FC Wil ein eminent wichtiges Heimspiel an. Mit dem FC Wohlen gastiert ein Verein im Bergholz, der im Abstiegskampf auch eine zentrale Rolle spielen dürfte.

Simon Dudle

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