Türkei: Weltmeister-Besieger

EM-Auslosung in Bukarest

Markus Brütsch
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Senol Günes, türkischer Nationalcoach (Bild key).

Senol Günes, türkischer Nationalcoach (Bild key).

Die schlimmen Erinnerungen an die Schande von Istanbul werden allen Schweizern, die an jenem 16. November 2005 im Stadion Sükrü Saracoglu sassen, ein Leben lang bleiben. Weil die Türken trotz eines 4:2-Sieges die WM-Qualifikation verpassten, schlugen und traten sie nach allem, was schweizerisch aussah. Und auch 2008 an der Heim-EM machten die Schweizer schlechte Erfahrungen mit den Türken. Allerdings waren diese rein sportlicher Natur. Die Niederlage in der Wasserschlacht von Basel besiegelte das Aus der Gastgeber.

Der Provokant und Nationalcoach Fatih Terim steht zwar nicht mehr an der Linie. Aber auch unter dem seit Februar verantwortlichen Senol Günes sind die Provokationen nicht verschwunden. In den Qualifikationspartien gegen Albanien und Frankreich zeigten die Spieler mit einem Militärgruss ihre Solidarität mit in Syrien kämpfenden Soldaten. Ein No-Go.
Apropos Frankreich: Dass das junge türkische Team gegen den Weltmeister vier Punkte holte, beweist die Fortschritte, die es unter Günes gemacht hat. Cengiz Ünder von der AS Roma und Caglar Söyüncü von Leicester sind die Bekanntesten unter den vielen Talenten, die mittlerweile im Ausland spielen.