Trotz eines prominenten Besuchers – der FC St.Gallen verliert das Testspiel gegen Heidenheim

Der FC St. Gallen unterliegt in Henau unter den Augen von Jürgen Klinsmann in einem Testspiel Heidenheim mit 1:3. St.Gallens einziges Tor erzielt Tim Staubli.

Patricia Loher
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Jürgen Klinsmann (links) besucht das Testspiel zwischen St.Gallen und Heidenheim. (Bild: Manuel Nagel)

Jürgen Klinsmann (links) besucht das Testspiel zwischen St.Gallen und Heidenheim. (Bild: Manuel Nagel)

Es war für Jürgen Klinsmann ein Zwischenhalt. Auf dem Weg nach Hamburg, wo der Weltmeister von 1990 am Freitag als TV-Experte die EM-Qualifikationspartie zwischen Deutschland und Holland analysieren wird, besuchte Klinsmann seinen Sohn Jonathan, seit dieser Saison Goalie Nummer zwei beim FC St. Gallen.

Der 22-Jährige kam im Testspiel in Henau gegen das 2.-Bundesliga-Team Heidenheim zum Einsatz. Und weil die Begegnung wegen Auflagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, fiel der frühere Ausnahmestürmer Jürgen Klinsmann auf dem Sportplatz Rüti noch mehr auf als er es sonst schon tut.

Zwei Standardsituationen, zwei Gegentore

Der Sohn konnte nicht viel dafür, dass St. Gallen gegen Heidenheim chancenlos blieb. Bereits zur Pause führten die Deutschen mit 2:0, zweimal hatten die St. Galler nach einer Standardsituation nicht aufgepasst. In der achten Minuten geriet die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler nach einem Corner in Rückstand, sieben Minuten vor der Pause erhöhte Heidenheim nach einem Freistoss auf 2:0.

Offensiv hatten die St. Galler in einer mehrheitlich ereignislosen ersten Halbzeit kaum etwas zu Stande gebracht. Im Vergleich mit dem Gegner agierten sie viel zu wenig gradlinig. Zwei Abschlussversuche aus der Distanz waren die einzigen nennenswerten Aktionen. Zeidler sagte:

«Weder defensiv noch offensiv erreichten wir das Niveau unseres Gegners.»

Die Ostschweizer traten ersatzgeschwächt an. Cedric Itten und Yannis Letard wurden geschont, Jordi Quintillà hatte sich einen Weisheitszahn ziehen lassen müssen und fehlte ebenfalls. Zudem musste Zeidler auf vier Nachwuchs-Internationale verzichten.

Einsatz von Wiss und Vilotic, Staubli trifft

Tim Staubli erzielt das 1:3. (Bild: Manuel Nagel)

Tim Staubli erzielt das 1:3. (Bild: Manuel Nagel)

Dafür kamen in der Innenverteidigung zwei Spieler zum Einsatz, die lange gefehlt haben: Alain Wiss, der sich im Januar einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und in den vergangenen Wochen dreimal für St. Gallens U21 auflief, sowie Milan Vilotic, den seit der Vorbereitung eine Reizung an der Fusssohle behindert hatte. Zeidler sagte, mit den Entwicklungen der beiden Spieler zufrieden zu sein.

Nach der Pause verliehen die Einwechslungen von Tim Staubli und Neuzugang André Ribeiro St. Gallens offensiven Bemühungen mehr Schwung. Nach einem Konter fiel in der 68. Minute zwar das 0:3, fünf Minuten später traf Staubli nach schöner Vorlage von Boris Babic aber noch zum 1:3. Den nächsten Ernstkampf trägt St. Gallen am Freitag in einer Woche im Cup in Winterthur aus.