TRIATHLON: Dreimal Gold und zweimal Silber

In Neuseeland erringt die Steinacherin Sandrine Benz mit fünf Starts fünf Medaillen. Leistungen, die nach gesundheitlichen Problemen nicht zu erwarten waren.

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Sandrine Benz freut sich über gewonnenes Edelmetall. (Bild: Fritz Heinze)

Sandrine Benz freut sich über gewonnenes Edelmetall. (Bild: Fritz Heinze)

Mit der Teilnahme an den World Masters Games in Auckland, Neuseeland, nahm Sandrine Benz eine letzte Gelegenheit wahr, im Feld der Amateure zu starten. 28000 Sportler massen sich in 28 verschiedenen Sommersportarten. Unter ihnen auch ehemalige Profisportler und Olympiateilnehmer. An profilierter Konkurrenz fehlte es in Neuseeland nicht. In den Disziplinen 800-m-Poolschwimmen (Silber), 400-m-Poolschwimmen (Silber), 6-km-Cross-Lauf (Gold), 10-km-Strassenlauf (Gold) und im Triathlon (Gold) war Benz erfolgreich.

Schwimmrückstand schnell wieder aufgeholt

Besonders mit dem Start in ihrer Paradedisziplin Triathlon wurde die Ostschweizerin den Erwartungen gerecht. Im Sprintrennen, das sich aus 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen zusammensetzte, musste Benz nicht ­ nur gegen ihre Konkurrentinnen kämpfen, zu schaffen machten ihr auch die garstigen Wetterbedingungen.

Nicht unproblematisch zeigte sich die Schwimmstrecke im Meer, die kurzerhand in Ufernähe verlegt wurde. Nach dem Absolvieren der 750 Meter im Wasser kam die Ostschweizerin erst als Vierte zum Wechsel auf das Rad, musste sich ohne die Möglichkeit des Windschattenfahrens zum Spitzentrio kämpfen und schaffte den Anschluss schliesslich bei Kilometer sieben. Nach dem Wechsel in die Laufschuhe erarbeitete sich Benz im coupierten Gelände einen Vorsprung und erreichte das Ziel mit knapp zwei Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Athletin aus Neukaledonien und fast vier Minuten Vorsprung auf die drittplatzierte Neuseeländerin.

Knieverletzung gut überstanden

Zur Stärkung der Laufdisziplin absolvierte Benz nebst dem Triathlon noch einen Crosslauf über sechs Kilometer und den 10-km-Strassenlauf. Beide gewann sie, was ihr eine unerwartet erfreuliche Ausbeute nach der kurzen Vorbereitungszeit nach ihrer Knieverletzung bescherte. Bei den beiden Einsätzen in den Wettbewerben im Poolschwimmen blieb Benz’ Leistung jedoch hinter den Erwartungen zurück. Doch reichte es zweimal zu Silber. Mit der diesjährigen Teilnahme an den World Masters Games hat Benz den Amateurstatus verloren. Künftig wird sie, nachdem sie im vergangenen Jahr zu den Profis übergetreten ist, auch nur noch dort starten können.

Fritz Heinze