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TRANSFERPOKER: Sein Wille geschah

Dortmunds Starstürmer Pierre-Emerick Aubameyang wollte unbedingt in die Premier League. Nun wechselt er für 63,75 Millionen Euro zu Arsenal.
Daniel Good
Pierre-Emerick Aubameyang schon im Arsenal-Dress. (Bild: Stuart MacFarlane/Getty (London, 31. Januar 2018))

Pierre-Emerick Aubameyang schon im Arsenal-Dress. (Bild: Stuart MacFarlane/Getty (London, 31. Januar 2018))

Daniel Good

Spätestens gestern Mittag war es so gut wie sicher, dass Pierre-Emerick Aubameyang seinen Willen durchgesetzt hatte. Bereits standen in London Arsenal-­Leibchen mit dem Namen des Fussballstürmers aus Gabun zum Verkauf. Und Dortmund, der ­abgebende Club, hatte sich mit Chelsea über einen Leihvertrag geeinigt, der den belgischen Stürmer Michy Batshuayi zumindest bis zum Ende der Saison an den deutschen Verein bindet. In beiden Fällen standen nur noch die Medizinchecks aus, die in der ­Regel Formsache sind.

Aubameyang, ein Offensivspieler mit bemerkenswertem Potenzial, hatte den Transfer auf die Insel seit Wochen erzwungen. Dortmund ist eine ordentliche Adresse, aber in England gibt es noch wesentlich mehr zu ver­dienen. In Dortmund hatte Aubameyang nur noch mit Widerwillen trainiert – wenn er überhaupt erschien. Im Kreis der Mitspieler wurde der Topskorer immer ­unbeliebter. «So kann es nicht weitergehen», sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

Hoffnungsträger auf Abwegen

Dabei war Aubameyang einst der Schlüsselspieler im Dortmunder Team, das in der Bundesliga eigentlich der erste Herausforderer des Serienmeisters Bayern München sein sollte. Aber vor der Bundesligapartie gegen Wolfsburg fehlte er in der Abschlussbesprechung. Daraufhin wurde Afrikas Fussballer des Jahres 2016 für das Spiel suspendiert.

Der 28-jährige Aubameyang war wechselwillig und setzte auf Provokation. Im Trainingslager in Spanien quartierte er seine ­Familie im Mannschaftshotel ein. Wegen mangelnder Leistungen im Training wurde er auch für die Partie gegen Hertha Berlin nicht aufgeboten. In seinem letzten Spiel für Dortmund am vergangenen Samstag gegen Freiburg wirkte er reichlich uninspiriert. Dortmund glich daheim in der Nachspielzeit noch zum 2:2 aus. Am Dienstag flog Aubameyang nach London. Er war mit seinem Tross mit einem goldenen Ge­lände­wagen am Dortmunder Flughafen vorgefahren. Gestern entliess Dortmund den Spieler aus dem Vertrag, der bis 2021 ­datiert war. Der Verein entschied sich schliesslich für mehr Ruhe und – wahrscheinlich – weniger Tore und erhält aus London 63,75 Millionen Euro Ablösesumme.

Die neue Mannschaft ist in einer Krise

Im August kassierten die Dortmunder noch mehr Geld. Für den 20-jährigen Franzosen Ousmane Dembélé überwies Barcelona zunächst 105 Millionen Euro. Dortmund kann für Dembélé auch noch mit Bonuszahlungen von bis zu 42 Millionen Euro rechnen. Der junge Dembélé hatte den Abgang aus der Bundesliga ebenfalls erzwungen.

Der in Frankreich geborene Aubameyang kam vor viereinhalb Jahren für 15 Millionen Euro von St-Etienne nach Dortmund. In 144 Bundesligaspielen erzielte der schnelle Stürmer 98 Tore. In der Champions League und im deutschen Cup verbuchte er jeweils 15 Treffer. In London trifft Aubameyang auf eine verun­sicherte Mannschaft. Arsenal verlor diese Woche gegen den Tabellenletzten Swansea 1:3. Für Arsenal spielt auch der Schweizer Internationale Granit Xhaka.

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