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TRANSFER: Mit Toren und Routine helfen

Von der Champions League in die Challenge League. Dies ist der Werdegang von Roman Kienast, dem neuesten Zuzug des FC Wil. Vor dem Auswärtsspiel in Vaduz erklärt der Österreicher die Gründe des Wechsels.
Simon Dudle
Der österreichische Ex-Nationalspieler Roman Kienast möchte mit dem FC Wil vom Tabellenende wegkommen. (Bild: Gianluca Lombardi)

Der österreichische Ex-Nationalspieler Roman Kienast möchte mit dem FC Wil vom Tabellenende wegkommen. (Bild: Gianluca Lombardi)

Simon Dudle

Es war das wichtigste Spiel in der Karriere von Roman Kienast, als er Mitte August des Jahres 2013 in der Champions-League-Qualifikation mit Austria Wien gegen Dynamo Zagreb zehn Minuten vor Schluss eingewechselt wurde. Es musste dringend ein Tor her, um der Austria erstmals in der Vereinsgeschichte den Einzug in die Champions League zu ermöglichen. 70 Sekunden nach der Einwechslung traf Kienast tatsächlich und wurde damit zur grossen Figur. «Später habe ich das erste und letzte Tor für die Austria in der Champions League erzielt», sagt der heute 33-jährige Stürmer rückblickend.

Die Zeiten haben sich geändert. Der Vertrag des Stürmers bei Sturm Graz wurde diesen Sommer nicht verlängert. «Das war absehbar, weil das Team verjüngt werden sollte und ich auch finanziell hätte deutlich reduzieren müssen», sagt Kienast. Die Reise führte ihn zurück zur Wiener Austria, wo er sich allerdings «nur» bei den Reserven fit halten durfte. «Ich hatte in den letzten eineinhalb Jahren Pech mit Muskelverletzungen. Auch das Knie musste schon operiert werden», sagt der zweifache Vater. «Jetzt fühle ich mich gut.»

Ein Tor in der Nationalmannschaft

Ein längeres Gespräch mit Wils Trainer Konrad Fünfstück kam passend. Dieser stellte das neue Wiler Projekt vor. Gesucht wurde für die junge, offensiv harmlose Ostschweizer Mannschaft ein Routinier, der regelmässig trifft. Die Werte des Österreichers ­haben es in sich: 62 Tore hat er in der österreichischen Bundesliga erzielt, dazu eines in der Nationalmannschaft. Dort brachte er es auf elf Einsätze.

Man wurde sich einig in Wil – vorerst für drei Monate. Bis Ende Jahr läuft der Kontrakt Kienasts beim FC Wil, bevor die Situation neu beurteilt wird. Wie viele Treffer erzielt er bis zur Winterpause? «Ich nehme Spiel für Spiel. Ob ich der Mannschaft mit Toren oder Routine helfe, wird man sehen», sagt Kienast. Obwohl er sich bei den Austria-Amateuren und im Fitnessstudio fit gehalten hat, ist er noch nicht bei 100 Prozent. «Die Nationalmannschaftspause kommt gerade zur richtigen Zeit. Da werde ich mir die nötige Kraft und Spritzigkeit holen.»

Das Début verschiebt sich um zwei Wochen

Vor dem Meisterschaftsunterbruch gastiert der FC Wil morgen um 16 Uhr im Rheinpark bei Vaduz. Da die Spielberechtigung für Kienast laut dem Schweize­rischen Fussballverband noch fehlt, verschiebt sich das Début des gebürtigen Salzburgers um knapp zwei Wochen. «In Wil ist eine gute Gruppe beisammen. Die Spieler lassen den Kopf trotz der aktuellen Situation nicht hängen», sagt Kienast. Allerdings ist die Mannschaft nach zuletzt sieben sieglosen Spielen auf der Suche nach dem Erfolgserlebnis. Ob der Befreiungsschlag ausgerechnet beim zu Hause noch unbesiegten Absteiger gelingt?

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