TRANSFER: Der FC Wil verliert seinen Captain

Was diese Zeitung in den vergangenen Tagen angekündigt hatte, ist nun Tatsache: FC-Wil-Goalie Steven Deana wechselt nach Saisonende zurück zu Aarau. Heute empfängt er mit seinem «alten» Verein Winterthur.

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Der nun 27-jährige Steven Deana war im vergangenen Sommer nach Wil gekommen, um aufzusteigen. Mit dem Sprung in die Super League hätte er sich einen Traum erfüllt. Von diesem Ziel rückt der Wetziker nicht ab. Da der FC Wil in der nächsten Saison mit einem Budget von 2,5 Millionen Franken ein eher kleiner Fisch in der zweithöchsten Spielklasse sein wird, zieht es Deana nach Saisonende zurück nach Aarau. Für jenen Verein hatte er vor dem Wechsel nach Wil bereits einmal eine Saison bestritten, gehörte aber damals dem FC Sion. «Ich habe in Wil einen Schritt vorwärts gemacht. Das Ziel im nächsten Jahr beim FC Aarau ist der Aufstieg», sagt Deana. Er hat einen Zweijahresvertrag mit Option auf Verlängerung unterschrieben. Bis Saisonende wird er noch für den FC Wil im Einsatz stehen.

Mit den Ostschweizern absolvierte Deana alle Meisterschaftsspiele über die volle Distanz, ehe er vor gut zwei Wochen beim 1:0-Auswärtssieg gegen Le Mont den ersten Platzverweis seiner Profikarriere kassierte. Nach wie vor ist Deana jener Wiler Spieler mit dem meisten Einsatzminuten in der laufenden Saison. Zehnmal spielte er zu null, in der Rückrunde allerdings nur noch in den beiden Spielen gegen Le Mont. Trotzdem war er in einer verunsicherten Wiler Abwehr stets ein sicherer Wert. Mit Deana verliert der FC Wil seinen Captain. Dieses Amt hat der Torhüter seit dem vergangenen Winter inne, als mehrere Spieler den Verein verlassen hatten.

Bottani muss eine Sperre absitzen

Im zweitletzten Heimspiel mit Deana treffen die Wiler heute um 19.45 Uhr auf Winterthur. Nach zuletzt zwei 0:4-Niederlagen hintereinander und 18 Gegentoren in den letzten sechs Partien geht es für die Ostschweizer darum, nicht vollends zur Schiessbude der Liga zu verkommen. Es bietet sich wie schon am vergangenen Samstag die Möglichkeit, mit einem Sieg die rote Laterne an Le Mont zu übergeben und auf Platz acht vorzurücken – zumindest über Nacht. Zwar geht Winterthur als Favorit in die Partie, die Erinnerungen an die Zürcher sind aber gut. Denn der bis dato letzte Heimsieg wurde ausgerechnet gegen Winterthur realisiert. Dieser 5:1-Erfolg liegt aber schon bald sieben Monate zurück. In den zehn danach folgenden Heimspielen erzielten die Wiler alles in allem nur noch drei Tore.

Neben diversen verletzten Spielern müssen die Ostschweizer heute auch auf den gesperrten Mattia Bottani verzichten.

Simon Dudle