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Traditionssport mit bekannten Botschaftern

ORIENTIERUNGSLAUF. Schnelligkeit. Ausdauer. Taktik. Orientierung. Emotionen. Mit diesen Worten lässt sich OL zumindest teilweise charakterisieren. Der Sport ist im Thurgau einer der ältesten Läufe.
Jarima Haas
Daniel Hubmann rennt konzentriert den Hügel im Wald hinab. (Archivbild: Photopress/Alexandra Wey)

Daniel Hubmann rennt konzentriert den Hügel im Wald hinab. (Archivbild: Photopress/Alexandra Wey)

Orientierungslauf. Schnelligkeit. Ausdauer. Taktik. Orientierung. Emotionen. Mit diesen Worten lässt sich OL zumindest teilweise charakterisieren. Der Sport ist im Thurgau einer der ältesten Läufe. Kilian Imhof, selbst einstiger Orientierungsläufer sowie ehemaliger Cheftrainer und Damennationalcoach bei Swiss Orienteering, ist ein grosser Förderer dieser Sportart. «Mit der Öpfel-Trophy, die immer wieder an verschiedenen Orten im Thurgau stattfindet, möchten wir Familien und Sportbegeisterten den OL zeigen», sagt der Balterswiler Kilian Imhof. Bei der Öpfel-Trophy handelt es sich um eine Startgelegenheit für jede und jeden.

Doch der Thurgauer setzt sich nicht nur auf dieser Basis für die Traditionssportart, die ihren Ursprung in Skandinavien findet, ein. Mit den Brüdern Daniel und Martin Hubmann hat der Thurgau zwei grosse Botschafter im OL. Kilian Imhof trainiert die beiden, kennt die Eschliker, seit sie auf der Welt sind. «Seit 1999 bin ich der persönliche Betreuer von Daniel. Mit Martin arbeite ich erst seit vier Jahren zusammen», erzählt der 46jährige Kilian Imhof. Zur Zusammenarbeit mit Martin Hubmann kam es, weil Kilian Imhof einen Interessenskonflikt befürchtete, denn Martin wurde bis dahin von seinem grossen Bruder trainiert. «Wenn zwei Brüder dieselbe Sportart machen, und der erfolgreichere von beiden trainiert den anderen, könnte das unter Umständen ab diesem Punkt zum Problem werden, wenn der Jüngere den Älteren plötzlich überholt», meint Kilian Imhof. Doch diesem Problem stehen die Hubmann-Brüder nicht gegenüber. Sie motivieren sich gegenseitig, geben einander Tips.

Kilian Imhofs Aufgabe ist es in erster Linie, dann zur Stelle zu sein, wenn etwas nicht gut läuft. Auch bei Rückschlägen bietet er eine helfende Hand. Dies war beispielsweise beim Unfall von Daniel Hubmann der Fall. In dieser Zeit stand ihm Kilian Imhof beratend zur Seite. Die Verletzung (Riss der Achillessehne) habe ihm nie die Motivation genommen, mit dem OL nach seiner Genesung weiterzumachen. Im Gegenteil. «Kurz nach dem Unfall haben wir telefoniert, es ging bereits darum, wie sich der Aufbau gestalten sollte», erzählt Kilian Imhof. Entscheidend sei damals gewesen, wie Daniel Hubmann die plötzlich erhaltene Freizeit gestalte. Er entschied sich für die Ausbildung zum Trainer.

Heute laufe Daniel Hubmann schmerzfrei und ist wieder auf dem Niveau, das er vor seinem Unfall hatte. «Ich habe ohne Zweifel an das Comeback von Daniel geglaubt, sofern die Gesundheit mitmacht», sagt Kilian Imhof. Und das Comeback ist dem 31-Jährigen mehr als gelungen. So wurde er heuer nicht nur Europameister in der Mitteldistanz, sondern auch in der Langdistanz, ist die Nummer eins und auch im World Ranking überall in den vorderen Rängen. «Die Saison ist für Daniel bis jetzt sensationell verlaufen», freut sich Kilian Imhof.

Aber auch die Leistung des 25jährigen Bruders kann sich sehen lassen. So holte er eine Einzelmedaille über die Sprintdistanz an der EM. «Das ist natürlich super. Letzten Herbst machte Martin den Sprung an die Weltspitze. Diese Leistung hat er heuer bestätigt», strahlt Kilian Imhof, der noch nicht mit einer Medaille seines Schützlings gerechnet habe. Die Leistung von Halbprofi und Student Martin Hubmann sei super, doch es fehle ihm noch etwas an Konstanz. Die beiden arbeiten hart daran, damit auch der letzte Schritt bis zur Perfektion gelingt.

Kilian Imhof ist stolz auf seine beiden Schützlinge, ist voll des Lobes über die Brüder. Sie sind unglaublich motiviert, lieben ihren Sport. «Eine absolute Spitzenleistung ist nur möglich, wenn man seine Sportart gerne macht, nicht nur im Wettkampf, sondern auch im Training», sagt Kilian Imhof. Sowohl Daniel als auch Martin Hubmann setzten dies um, leben für diesen Sport. Kilian Imhof ergänzt: «Das Weltklasse-Niveau haben beide definitiv erreicht.»

Martin Hubmann Orientierungsläufer Eschlikon (Archivbild: Coralie Wenger)

Martin Hubmann Orientierungsläufer Eschlikon (Archivbild: Coralie Wenger)

Bild: JARIMA HAAS

Bild: JARIMA HAAS

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