Traditionsreiches Endspiel

Basketball. Mit den Celtics aus Boston und den Lakers aus Los Angeles stehen sich die beiden traditionsreichsten Teams der Liga zum elftenmal in einem NBA-Final gegenüber.

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Die erste Partie der Best-of-7-Serie wird in der Nacht auf Freitag (ab 3 Uhr MESZ) in Boston ausgetragen. Das Team von der Ostküste geniesst als Qualifikationssieger Heimrecht, die Los Angeles Lakers wiesen in der Regular Season die beste Bilanz in der Western Conference auf. In den beiden Direktbegegnungen der Saison setzte sich Boston zweimal durch. Mit 16 Titeln – die Hälfte davon gewonnen nach Finalsiegen gegen die Lakers – ist Boston Rekordmeister der National Basketball Association. Letztmals bestritten die Celtics 1987 den Final. Er ging gegen die Lakers mit den Starspielern Magic Johnson und Kareem Abdul-Jabbar 2:4 verloren. Nach Rücktritt von Larry Bird im Jahr 1992 beschleunigte sich der Niedergang der Franchise aus Massachusetts, die noch in der vorletzten Saison mit nur 24 Siegen bei 58 Niederlagen das zweitschlechteste Team der Liga stellte.

Mit Gasol blühte Bryant auf

Die Los Angeles Lakers gewannen ihre drei letzten von 14 Titeln in den Jahren 2000 bis 2002, schon damals unter Trainer Phil Jackson und mit Kobe Bryant. Die Kalifornier erreichten 2004 nochmals das Endspiel, das sie gegen die Detroit Pistons verloren, kamen aber seither nie mehr über die erste Playoff-Runde hinaus. Erst seit der Ankunft von Pau Gasol, der Anfang Februar von Memphis geholt wurde, haben sich die Dinge bei den erfolgsverwöhnten Lakers zum Guten gewendet. Vor allem der Topskorer Kobe Bryant blühte auf.

Jackson bald der Beste?

Bryant, Gasol und Forward Lamar Odom stehen auf Bostoner Seite Ray Allen, Kevin Garnett und Paul Pierce gegenüber. Allen und Garnett wurden im vergangenen Sommer nach Massachusetts geholt, und Pierce spielt seit 1998 für die Celtics. Trainer Glenn Rivers, seit 2004 in Boston, gelang es, aus den drei Stars und dem Rest des Kaders eine auch defensiv starke Einheit zu formen. Lakers-Trainer Jackson seinerseits könnte mit seinem zehnten Titelgewinn bei elf Finalteilnahmen den Celtics- Trainer Red Auerbach (neun Titel zwischen 1957 und 1966) als erfolgreichsten Coach ablösen. (si)

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