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TOUR DE SUISSE: Überraschung in den Alpen

Die erste Alpenetappe verleiht dem Klassement Konturen. Der Tagessieg in Villars-sur-Ollon geht an Larry Warbasse. Damiano Caruso ist neuer Leader.
Sandro Mühlebach (sda), Villars-Sur-Ollon
Larry Warbasse (links) auf dem Weg zu seinem ersten Sieg als Profi überhaupt. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Larry Warbasse (links) auf dem Weg zu seinem ersten Sieg als Profi überhaupt. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Sandro Mühlebach (SDA), Villars-sur-Ollon

Nach dem Aufgalopp der ersten drei Tage konnten sich die Anwärter auf den Gesamtsieg in der vierten Etappe nicht mehr verstecken. Das Teilstück mit dem 13 Kilometer langen Schlussanstieg als Dessert brachte nicht nur einen unerwarteten Sieger, sondern auch Erkenntnisse in Bezug auf das Gesamtklassement. Als stärkster Fahrer präsentierte sich der Italiener Damiano Caruso, der als Etappen-Zweiter hinter dem amerikanischen Solosieger Larry Warbasse das gelbe Trikot vom chancenlosen Sprintspezialisten Michael Matthews übernahm. Caruso ist nach Rohan Dennis und Stefan Küng bereits der dritte Profi des Teams BMC in Gelb und nach der vierten Etappe bereits der vierte Gesamtführende der Schweizer Rundfahrt.

Caruso stellt Frank kurz vor dem Ziel

Caruso rechtfertigte bei erster Gelegenheit das Vertrauen seiner Mannschaft, die ihn eher überraschend als Leader für die Tour de Suisse portiert hatte. Caruso kontrollierte die Gruppe der Spitzenfahrer, die am Schluss auf sechs Fahrer geschrumpft war und der mit Mathias Frank auch ein Schweizer angehörte. Als Frank 2,5 Kilometer vor dem Ziel einen Angriff wagte, war es Caruso, der ihn wenige hundert Meter vor dem Ziel wieder stellte. In der Gesamtwertung führt der 29-jährige Sizilianer 15 Sekunden vor dem Etappen-Dritten Steven Kruijswijk aus den Niederlanden und 24 Sekunden vor Landsmann Domenico Pozzovivo.

Aus Schweizer Sicht dürften die Hoffnungen auf ein Topergebnis in der Gesamtwertung ausschliesslich auf Frank liegen. Der Luzerner zeigte sich im Finale angriffig und erreichte das Ziel im Waadtländer Skiort als Etappen-Sechster mit der Spitzengruppe. Auch in der Gesamtwertung belegt Frank den sechsten Rang, 33 Sekunden hinter Caruso. Für seinen Angriff kurz vor dem Ziel büsste Frank mit einem Zeitverlust von sieben Sekunden auf die anderen Spitzenfahrer. Der Captain des Teams AG2R zeigte sich dennoch zufrieden, insbesondere, weil er im Vorfeld der Tour de Suisse erkrankt war und deshalb nicht genau gewusst hatte, wie seine Form ist.

Reichenbach out, Dumoulin weit zurück

Den anderen Schweizern, die auf das Gesamtklassement fahren, lief es nicht nach Wunsch. Sébastien Reichenbach trat wegen einer Magen-Darm-Grippe gar nicht mehr zur vierten Etappe an. Steve Morabito, sein Nachfolger als Leader des Teams FDJ, brach im Schlussanstieg ein. Morabito büsste auf Warbasse 2:45 Minuten ein.

Auch zwei Sieganwärter mussten ihre Ambitionen begraben. Der Niederländer Tom Dumoulin, der mit nur einer Sekunde Rückstand auf das Leadertrikot in die Etappe gestartet war, befindet sich offensichtlich nicht mehr in Topform. Der Sieger des Giro d’Italia verlor 7:12 Minuten und liegt damit ebenso in Rücklage wie der Vorjahres-Zweite Ion Izagirre aus Spanien.

Früher als Caruso erreichte einzig Larry Warbasse das Ziel. Der Amerikaner hatte sich schon nach 14 Kilometern zusammen mit drei weiteren Fahrern vom Feld abgesetzt. Während seine Fluchtkollegen in der letzten Steigung einbrachen, rettete Warbasse 40 Sekunden auf Caruso ins Ziel. Für den 26-Jährigen vom zweitklassigen Team Aqua Blue war es der erste Sieg als Profi überhaupt.

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