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TOUR DE SUISSE: Spilak dominiert in Sölden

Simon Spilak steht vor seinem zweiten Gesamtsieg nach 2015. Der 30-jährige Slowene gewinnt die achte Etappe zum Tiefenbachgletscher und übernimmt das Leadertrikot von Domenico Pozzovivo.
Sandro Mühlebach (sda), Sölden
Simon Spilak greift im Schlussanstieg nach Sölden an. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Simon Spilak greift im Schlussanstieg nach Sölden an. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Sandro Mühlebach (SDA), Sölden

Nicht unerwartet brachte der knapp 15 Kilometer lange und schwierige Schlussanstieg in Tirol eine Vorentscheidung. Simon Spilak, der mit einem Rückstand von 22 Sekunden als Gesamtvierter in die Etappe gestartet war, griff schon an den ersten Rampen an. Sein Teamkollege Rein Taaramäe bereitete ihm mit einem hohen Tempo das Terrain vor, gut acht Kilometer vor dem Ziel entledigte er sich des letzten Konkurrenten, Joe Dombrowski aus den USA. Die anderen Favoriten, unter ihnen der bisherige Leader Domenico Pozzovivo und der Schweizer Mathias Frank, konnten Spilak nicht folgen. Im Ziel auf 2780 Metern über Meer betrug Spilaks Vorsprung auf den zweitklassierten Spanier Ion Izagirre 22 Sekunden. Dritter wurde Dombrowski mit 36 Sekunden Rückstand. Frank und Pozzovivo erreichten das Ziel gemeinsam auf den Plätzen elf und zwölf.

Spilak bezwang schon Cancellara

In der Gesamtwertung führt Spilak vor dem abschliessenden Wochenende 52 Sekunden vor dem Italiener Damiano Caruso und 1:05 Minuten vor dem Nieder­länder Steven Kruijswijk. Caruso und Kruijswijk hielten den Rückstand in der 160,8 Kilometer langen Etappe in Grenzen und dürften die einzigen sein, die Spilak in den letzten beiden Etappen in Schaffhausen den Gesamtsieg noch streitig machen können. Die Entscheidung dürfte erst morgen im Zeitfahren fallen. Spilak gilt vom Spitzentrio auf dem Papier als der beste Fahrer im Kampf gegen die Uhr. 2015 bei seinem ersten Sieg an der Tour de Suisse fuhr er im abschliessenden Zeitfahren auf Platz zwei, hinter dem Niederländer Tom Dumoulin, aber vor Fabian Cancellara.

In den vergangenen beiden Jahren hatte der 30-jährige Spilak oberhalb von Sölden – jeweils auf dem 240 Höhenmeter tiefer gelegenen Rettenbachgletscher – die Plätze drei und sechs belegt. Mit seinem dritten Rang von Sölden legte Spilak vor zwei Jahren die Basis zum Gesamtsieg. Spilak ist ein Spezialist für Schweizer Rennen. Nebst dem Sieg an der Tour de Suisse schloss er die Tour de Romandie bereits viermal als Zweiter ab. 2010 wurde ihm nachträglich gar der Gesamtsieg zugesprochen, weil dem ursprünglichen Gewinner Alejandro Valverde das Resultat wegen Verstrickungen in eine Doping-Affäre aberkannt wurde.

Die Mühen des Mathias Frank

Sowohl am Albula als auch in Sölden nicht mit den Allerbesten mithalten konnte der Schweizer Frank. «Ich musste meinen eigenen Rhythmus fahren, sonst wäre es nicht gut gekommen», bilanzierte der Luzerner seinen Tag. In der Gesamtwertung liegt Frank als neu Sechster 2:51 Minuten hinter Spilak und kommt ­damit für den Gesamtsieg nicht mehr in Frage.

Mühe machte Frank, der vor gut zwei Wochen noch mit Antibiotika behandelt worden war, auch die Atmung. Da dürfte er ­indes nicht der Einzige gewesen sein, hat doch noch nie zuvor in der Geschichte des europäischen Radsports ein Rennen in einer solchen Höhe geendet. Entsprechend dünn war die Luft für die Profis. Speziell war die Ankunft auch, weil die Fahrer kurz vor dem Ziel einen 1,7 Kilometer ­langen Tunnel zu durchqueren hatten.

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