Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

TOUR DE SUISSE: Sagan baut den Rekord aus

Weltmeister Peter Sagan feiert in der fünften Etappe von Bex nach Cevio seinen bereits 14. Triumph im Rahmen der Schweizer Rundfahrt. Der Slowake verweist Michael Albasini deutlich auf Platz zwei.
Sandro Mühlebach (sda), Cevio
Der Slowake Peter Sagan hat seit 2011 in jedem Jahr mindestens eine Etappe der Tour de Suisse für sich entschieden. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Der Slowake Peter Sagan hat seit 2011 in jedem Jahr mindestens eine Etappe der Tour de Suisse für sich entschieden. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Sandro Mühlebach (SDA), Cevio

Er wäre nicht Peter Sagan, wenn er sich bei der Zieleinfahrt nicht etwas Spezielles würde einfallen lassen. Nach dem Sprint, den er überlegen vor dem Thurgauer Michael Albasini und dem Italiener Matteo Trentin für sich entschieden hatte, zelebrierte Sagan seinen Sieg mit einem «Tahiti-Tanz», wie er anschliessend erklärte. Der 27-Jährige ist jederzeit für einen Spass zu haben. Sagan und die Tour de Suisse – das passt. Seit 2011 entschied der Seriensieger in jedem Jahr mindestens eine Etappe für sich. Keiner hat in der Vergangenheit an der Schweizer Rundfahrt öfters gewonnen als er. Am nächsten kommen Sagan die drei Schweizer Radsportlegenden Fabian Cancellara, Ferdy Kübler und Hugo Koblet mit je elf Tagessiegen.

Mit 222 Kilometern war die gestrige Etappe, die mit dem Simplonpass ungefähr bei Streckenhälfte auch einen Anstieg der höchsten Kategorie beinhaltete, die längste der diesjährigen Rundfahrt. Es sei nicht so einfach gewesen, sagte Sagan. «Eigentlich hatte ich einen schlechten Tag.» Erst das Gewitter rund 25 Kilometer vor dem Ziel habe ihm neue Kräfte verliehen.

Sagan profitierte im Sprint auch von einem Missverständnis des Teams Sunweb. Der Deutsche Nikias Arndt wollte eigentlich für seinen Sprinter Michael Matthews, der die Etappe in Bern für sich entschieden hatte, den Spurt anziehen. Doch Arndt bemerkte nicht, dass Matthews ihm nicht folgen konnte. Stattdessen fuhr Sagan in die Lücke und überrumpelte damit bei Rückenwind die gesamte Konkurrenz. In Bern hatte Sagan am Montag den Tagessieg noch knapp verpasst. Nach der finalen Rampe hatte Matthews noch über mehr Kräfte verfügt. Umso mehr war Sagan auf Revanche aus. «Wir haben vor dem Start abgemacht, dass es heute um alles oder nichts geht. Ich bin glücklich, hat es geklappt», so der zweifache Weltmeister.

Albasini zum dritten Mal hinter Sagan

Auch Albasini blieb im Maggiatal nur das Nachsehen. «Sagan hat den Sprint sehr früh angezogen. Ich versuchte, sein Hinterrad zu erwischen. Manchmal ist es besser, wenn man im Windschatten eines schnellen Fahrers ist, als wenn man in einer perfekten Position ist. Leider hat es nicht ganz gereicht», so der 36-jährige Ostschweizer, der dennoch zufrieden war. «Mit einem zweiten Rang in einem Massensprint kann ich nicht rechnen, deshalb bin ich sehr zufrieden damit.»

Leise geärgert haben dürfte sich Albasini dennoch. Denn bereits zum dritten Mal in seiner Karriere beendete er eine Etappe der Tour de Suisse auf dem Ehrenplatz hinter Sagan. 2014 in Heiden und 2016 in Rheinfelden war er schon als Zweiter hinter dem Slowaken über die Ziellinie gefahren. Ebenfalls zum dritten Mal beendete er an der laufenden Rundfahrt ein Teilstück in den Top 5, nachdem er in Cham Vierter und in Bern Fünfter geworden war.

Der Vorjahressieger muss aufgeben

In den ersten Positionen der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Leader Damiano Caruso sicherte sich unterwegs in einem Zwischensprint gar noch eine Bonussekunde. Der Italiener führt nun mit einem Vorsprung von 16 Sekunden auf den Niederländer Steven Kruijswijk und 25 Sekunden auf seinen Landsmann Domenico Pozzovivo. Mathias Frank folgt als bester Schweizer mit einem Rückstand von 0:34 auf Platz sechs. Vorbei ist die Tour de Suisse für den Vorjahressieger. Der Kolumbianer Miguel Angel Lopez stürzte in der Abfahrt vom Simplonpass und musste zu näheren Untersuchungen ins Spital gefahren werden.

Auf das längste folgt an der Tour de Suisse heute das offiziell schwierigste Teilstück. In der «Königsetappe» fährt das Feld am sechsten Tag von Locarno via San Bernardino und Albula nach La Punt. Gefragt sind auf den 166,7 Kilometern wieder die Anwärter auf den Gesamtsieg. Beide Anstiege gehören der höchsten Kategorie an. Nach dem Albula, den der Schweizer Frank diese Woche als «einen der schönsten, aber auch einen er schwierigsten» Pässe bezeichnet hat, folgt zum Abschluss eine neun Kilometer lange Abfahrt zum Zielort in das Engadin.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.