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Tour de Suisse: Nun beginnt das Leiden

Mit der ersten Bergankunft wird die Tour de Suisse am Donnerstag richtig lanciert. Auf dem Weg nach Flumserberg kommt es in der sechsten Etappe zum ersten Kräftemessen in einer Schlusssteigung.
Daniel Good
Claudio Imhof in der zweiten Etappe auf der Fahrt ins Bergpreistrikot.(Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Claudio Imhof in der zweiten Etappe auf der Fahrt ins Bergpreistrikot.
(Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Das Rennen wird hart. Die Fahrer müssen die Schmerzgrenze überwinden. In diesem Jahr sind an der Tour de Suisse rund 18000 Höhenmeter zu bewältigen, auch wenn der Susten am Sonntag aus Sicherheitsgründen nicht passierbar ist. Die erste Bergetappe ist die leichteste, aber der Aufstieg zum Ziel in Flumserberg hat es in sich. Der gut acht Kilometer lange Weg in die St. Galler Skistation ist mit gut neun Steigungsprozenten durchsetzt. Die Strasse steigt gleichmässig. Das ist gut für jene Rennfahrer, die in Form sind. Wer einen schlechten Tag hat, zählt dagegen jeden Kilometer.

Mathias Frank hat noch eine Rechnung offen

Das sagt Mathias Frank, der beste Schweizer Bergfahrer. Der 32-jährige Luzerner weiss, wovon er spricht. Er verlor 2013 am Schlusstag die Tour de Suisse im Aufstieg nach Flumserberg. Er startete in Bad Ragaz als Leader zum finalen Bergzeitfahren, büsste aber reichlich Zeit ein und fiel auf den fünften Gesamtrang zurück. Im Sarganserland will er heute etwas gutmachen. «Denn es war einer der schlimmsten Momente in meiner Karriere.» Ein Jahr nach der Niederlage 2013 am Flumserberg belegte Frank an der Tour de Suisse den zweiten Gesamtrang. Es ist die letzte Podestplatzierung eines einheimischen Rennfahrers. Vor der heutigen Etappe ist Frank gut positioniert. Mit 61 Sekunden Rückstand liegt er als zweitbester Schweizer auf dem 25. Rang. «Jetzt geht es ans Eingemachte», so Frank. Bergankünfte sind in Rundfahrten das Salz in der Suppe.

Bernal noch stärker in der Favoritenrolle

Im Kampf um einen guten Rang in diesem Jahr stösst Frank in den Bergen auf reichlich internationale Konkurrenz. Der Kolumbianer Egan Bernal wird schon als künftiger Sieger der Tour de France gehandelt. Das 22-jährige Leichtgewicht kann nicht nur klettern, sondern ist auch ein ­guter Zeitfahrer. Bernal befindet sich im Gesamtklassement als Zwölfter bereits in Lauerstellung. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall des Teamkollegen Geraint Thomas, des Gewinners der Tour de France im vergangenen Jahr, ist er noch stärker in die Favoritenrolle gerückt. Bernal startet nur deshalb an der Tour de Suisse, weil er wegen einer Verletzung den Giro d’Italia verpasst hatte. Er war in Italien als Captain der starken Ineos-Equipe vorgesehen. Bernal kann Verpasstes nun in der Schweiz nachholen. Ein Sieg an der Tour de Suisse würde seinem Palmarès sehr gut anstehen.

Neues Programm im Alpencircuit

Der Parcours erfuhr vor der ersten Bergetappe eine wichtige Änderung. Weil der Susten wegen Lawinengefahr nicht befahren werden kann, mussten die Organisatoren die letzte Etappe neu konzipieren. Statt über Furka-, Susten- und Grimselpass führt die Königsetappe neu über Nufenen-, Gotthard- und Furkapass. Start und Ziel bleiben in Ulrichen. Die Strasse auf den Susten ist zwar vom Schnee befreit worden, die Behörden des Kantons Uri gaben den Pass aber bisher nicht frei, weil nach dem strengen Winter weiterhin erhebliche Lawinengefahr besteht.

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