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TOUR DE SUISSE: Doppelter Erfolg für Pozzovivo

In der Königsetappe von Locarno nach La Punt fällt keine Vorentscheidung. Mit Etappensieger Domenico Pozzovivo aus Italien schlüpft ein Teamkollege von Mathias Frank in das gelbe Leadertrikot.
Sandro Mühlebach (sda), La Punt
Der 34-jährige Domenico Pozzovivo kennt die Albula-Gegend. Der Italiener wohnt seit zwei Jahren in Morcote im Kanton Tessin. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Der 34-jährige Domenico Pozzovivo kennt die Albula-Gegend. Der Italiener wohnt seit zwei Jahren in Morcote im Kanton Tessin. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Sandro Mühlebach (SDA), La Punt

Am Ende klatschten Domenico Pozzovivo und Mathias Frank im strömenden Regen miteinander ab. Das Duo des französischen Teams AG2R war zufrieden. Pozzovivo, weil er die Etappe gewonnen und als Bonus das gelbe Trikot von Damiano Caruso übernommen hatte. Frank, weil er bei den misslichen Bedingungen im Finale trotz Krämpfen als Vierter in der ersten Verfolgergruppe ins Ziel kam. «Domenico hat bewiesen, dass er heute der stärkste Fahrer war am Berg», rekapitulierte Frank nach den 166 Kilometern über den San Bernardino und den Albula. Rund vier Kilometer vor der Passhöhe attackierte Pozzovivo am Albula aus der Gruppe der Favoriten heraus. Mit seinem trockenen Antritt kam er prompt weg. In der Abfahrt schüttelte er mit dem Kanadier Michael Woods, den er kurz nach der Bergpreiswertung eingeholt hatte, den letzten verbliebenen Fahrer einer früher ausgerissenen Fluchtgruppe ab.

Top fünf innerhalb von 23 Sekunden

«Ich hatte mir primär den Etappensieg zum Ziel gesetzt», sagte Pozzovivo nach seinem ersten Erfolg seit zwei Jahren. Dank der 15 Sekunden Vorsprung auf Caruso und der zehn Bonifikationssekunden für den Tagessieg liegt er im Gesamtklassement nun gleichauf mit dem Italiener. Gemäss dem Reglement der UCI entscheiden in dem Fall die Hundertstelsekunden des Prologs über die Klassierung. Vor der letzten schwierigen Bergetappe von heute zum Tiefenbachgletscher oberhalb von Sölden in Österreich herrscht Spannung. Frank ist neu als Fünfter nur 23 Sekunden hinter seinem Teamkollegen klassiert. Vor dem Luzerner sind nebst Pozzovivo und Caruso auch noch der Niederländer Steven Kruijswijk und der Slowene Simon Spilak klassiert, der Gewinner der Tour de Suisse 2015. Auch der dreifache Gesamtsieger Rui Costa besitzt mit 54 Sekunden Rückstand noch alle Chancen.

Vor vier Jahren war Frank – damals noch bei BMC unter Vertrag – am Albula als Leader in der Gesamtwertung von seinem Teamkollegen Tejay van Garderen im Stich gelassen worden. Mit Pozzovivo fuhr ihm auch dieses Mal ein Fahrer in seinen Farben davon – allerdings ohne bösen Absichten. «Wir wollten wieder dasselbe machen wie nach Villars-sur-Ollon», so Frank. Bei der Bergankunft in der vierten Etappe hatten beide angegriffen. Dieses Mal reichte es Frank nicht für einen Konter. Mehrmals wurde Frank am 17 Kilometer langen Anstieg zum Albula leicht distanziert, immer wieder schaffte er jedoch den Anschluss. «Der Albula ist eigentlich mein Lieblingspass. Nur im Rennen ist er ein ‹Saucheib›. Ich war ziemlich am Anschlag», so Frank.

Sieger Pozzovivo sagte: «Mit dem Etappensieg habe ich mein Ziel für die Tour de Suisse erreicht. Trotz Giro habe ich noch keine müden Beine.» Anders erging es Tom Dumoulin, dem Sieger des Giro. Der Niederländer trat wegen Müdigkeit nicht mehr zur sechsten Etappe an.

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