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Total ärgerlich – Sieg verschenkt

Der SC Kriens führt gegen Vaduz 2:0 und kann die restlichen 40 Minuten mit einem Mann mehr spielen – trotzdem reicht es dem Aufsteiger nur zu einem 2:2 (1:0).
Turi Bucher
Da war die SCK-Welt noch in Ordnung: Stürmer Admir Seferagic schiesst das 1:0. (Bild: Jakob Ineichen (Kriens, 6. Oktober 2018))

Da war die SCK-Welt noch in Ordnung: Stürmer Admir Seferagic schiesst das 1:0. (Bild: Jakob Ineichen (Kriens, 6. Oktober 2018))

Die Schonzeit ist vorbei, der Aufstieg-Goodwill aufgebraucht, Kriens braucht jetzt in der Challenge League dringend Siege. Und der SCK zeigte nach der 0:1-Niederlage vor einer Woche gegen Schaffhausen eine Reaktion. Das allerdings nur eine Stunde lang. Danach: Kompletter Rückfall ins Underdog-Image.

Der Reihe nach. Kriens war die überlegene Mannschaft, ging bis zur 54. Minute hochverdient mit 2:0 in Führung. Zuerst hatte Admir Seferagic die herrliche Vorarbeit durch Nico Siegrist und Edmond Selmani mit einem strammen Schuss aus 12 Metern ebenso herrlich zum 1:0 abgeschlossen (39.). Bald nach der Pause, in der 54. Minute, foulte der Vaduzer Giovanny Popescu den 1:0-Torschützen (nach Balleroberung Selmanis) penaltyreif – Siegrist vollstreckte via Elfmeter zum 2:0.

Ein kollektives Krienser Versagen

Es muss dazu gesagt sein: Vaduz spielte bis zu diesem Zeitpunkt schwach, miserabel, blutleer. Und ab diesem 0:2-Rückstand erst noch mit einem Mann weniger, weil Popescu nach seinem Foul die rote Karte gesehen hatte. Doch was nun folgte, war ein kollektives Krienser Versagen. Kriens hatte das 3:0 auf dem Fuss (Urtic/59.); Kriens verursachte einen völlig unnötigen Penalty, der zum Vaduzer Anschlusstreffer führte (Lüchinger/2:1); Kriens verpasste das 3:1 (Pfostenschuss Rüedi/84.) ... und Kriens verschenkte in der 87. Minute den Sieg, indem die undichte Defensive die Liechtensteiner gewähren liess und der eingewechselte Ferhat Saglam zum 2:2 eingeladen wurde.

Nach dem Schlusspfiff des Schiedsrichters wurde es in den Katakomben des neuen Krienser Kleinfeld-Stadions so richtig turbulent. Hier nämlich die Vaduzer, welche die (Fussball-)Welt nicht mehr zu verstehen schienen, denn sie hatten tatsächlich noch einen Punkt gewonnen.

Auf der anderen Seite fegte ein Gewitter mit lautem Donnerwetter durch die Umkleidekabine des SC Kriens. Trainer Bruno Berner stauchte seine Mannschaft und auch die Kabinentür zusammen, liess seinen Emotionen, besser: seinem Ärger, freien Lauf. «Ja, ich bin hässig, ich bin verärgert», sagte er nach der Standpauke an seine Spieler, «wie kann man nur diese Punkte liegenlassen? Ich kann es nicht anders als mit Unvermögen erklären.»

Aufgewühlt war auch Admir Seferagic, der sich als allererster Torschütze im neuen Kleinfeld ins SCK-Geschichtsbuch notieren lassen darf: «Nicht nur der Trainer ist zornig, wir alle sind wütend. Wir haben uns naiv verhalten. Ich hätte lieber auf mein Tor verzichtet und dafür die drei Punkte gewonnen.»

Die Krienser hätten mit einem Sieg Vaduz in der Tabelle überholen können, der Punkt bringt den SCK nicht wirklich weiter. Ja, auch der Goodwill des Krienser Publikums scheint nun aufgebraucht. Nach dem 2:2 gab’s nur verhaltenen Applaus aus den Zuschauerrängen.

Kriens – Vaduz 2:2 (1:0)

Kleinfeld. – 1400 Zuschauer. – SR Dudic.

Tore: 39. Seferagic 1:0. 54. Siegrist (Foulpenalty) 1:1. 60. Lüchinger (Foulpenalty) 2:1. 87. Saglam 2:2.

Kriens: Enzler; Urtic, Elvedi, Fanger, Kleiner; Costa (66. Ulrich), Hasanaj (85. Wiget), Bürgisser, Selmani (68. Rüedi); Siegrist; Seferagic (76. Chihadeh).

Vaduz: Hirzel; Vitija, Popescu, Muntwiler, Göppel; Sele (83. Saglam), Lüchinger, Drazan; Dossou (75. Blasucci), Mathys (69. Frick); Tadic.

Bemerkungen: Kriens ohne Sulejmani, Fäh und Osigwe (alle verletzt). Vaduz ohne Wieser (gesperrt), Puljic, Gajic, Coulibaly und Bühler (alle verletzt). 84. Pfostenschuss Rüedi. Platzverweis: 53. Popescu (Foul, Gelb-Rot). Verwarnungen: 11. Popescu, 25. Lüchinger, 51. Mathys, 72. Tadic (alle Foul).

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