Top-Ten-Platz für Stamm in Macao

Beim 61. Grand Prix in den Häuserschluchten von Macao, einer westlich von Hongkong gelegenen Halbinsel Chinas, hat der Motorrad-Rennfahrer Roman Stamm aus Fischingen mit der Bolliger Kawasaki den neunten Platz belegt.

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Roman Stamm in einer Kurve auf der gefährlichen Strecke in Macao. (Bild: pd)

Roman Stamm in einer Kurve auf der gefährlichen Strecke in Macao. (Bild: pd)

MOTORRAD. Bereits im Jahr 2004 hätte er die Möglichkeit gehabt – doch der Fischinger Motorradfahrer Roman Stamm fühlte sich erst im Vorjahr reif genug dafür, am Einladungsrennen in Macao an den Start zu gehen. «Wenn man jung ist, ist man bereit, grössere Risiken auf sich zu nehmen. Auf Strecken wie dieser kann das leicht ins Auge gehen. Jetzt bin ich mir den Gefahren bewusst und kann diese Art von Rennen geniessen», ist sich der 38-Jährige sicher. Im Vorjahr musste Stamm seine Kawasaki in der zweiten Runde auf dem aussichtsreichen elften Rang wegen eines Motorschadens aufgeben.

Ziel war auch dieses Jahr, dieses Zwölf-Runden-Rennen heil zu überstehen. Im freien Training spulte Stamm viele Runden ab, um diese schwierige Strecke richtig kennenzulernen. Im ersten Quali reichte es zum 16. Startplatz. Stamm wusste, dass es ohne Risiko schneller gehen würde, aber nicht alleine. So hängte er sich hinter Saiger, seinen Teamkollegen in der Langstrecken-WM, rasch plazierte er sich auf den zehnten Startplatz. Dann aber machte er einen Fehler und touchierte einen Reifenstapel. Das war fatal. Auf die nächste Kurve in einem falschen Gang und einer falschen Linie knallte er frontal in den Reifenstapel, überschlug sich und lag unter der Kawasaki auf der Strecke. Nach den Reparaturarbeiten war das Motorrad wieder in Ordnung. Stamm kam mit blauen Flecken davon.

Nervös bereitete sich Roman Stamm auf das gefährliche Rennen vor. Nur der kleinste Fehler kann tödlich sein. Auf der 14. Position startend, verpatzte er den Start ein wenig und bog als 16. in die erste Kurve ein. Schon in der ersten Runde konnte er einige Konkurrenten überholen und wurde nach zwölf kräfteraubenden Runden als Neunter abgewinkt. Drei Zehntel hinter dem Achtplazierten. Ein Top-Zehn-Platz war ein unerwartet gutes Resultat unter den Road-Racing-Spezialisten, die alle seit mehreren Jahren auch die berühmt-berüchtigte TT Isle of Man fahren. (ues)