Tony Parker sinnt auf Revanche

Im NBA-Final, der in der Nacht auf morgen beginnt, stehen sich wie 2013 die Miami Heat und San Antonio Spurs gegenüber. Die Spurs, die im vergangenen Jahr 3:4 verloren haben, setzen auf einen alternden Franzosen – und noch ältere Amerikaner.

Drucken
Teilen
Der Franzose Tony Parker spielt seit 2001 für die Spurs. (Bild: ap/Darren Abate)

Der Franzose Tony Parker spielt seit 2001 für die Spurs. (Bild: ap/Darren Abate)

BASKETBALL. Nur 5,2 Sekunden hatten San Antonio im letztjährigen Final gefehlt, um zum fünftenmal 1999 den Titel zu gewinnen. 95:92 lautete im sechsten Spiel das Skore zugunsten der Texaner, die Ende des dritten Viertels sogar mit bis zu 13 Punkten Vorsprung geführt hatten. Doch dann traf Ray Allen mit seinem Wurf von jenseits der Dreipunktelinie und erzwang damit die Verlängerung. In dieser setzte sich schliesslich Miami mit 103:100 durch und glich auf 3:3 Siege aus. Das folgende Entscheidungsspiel gewannen die Heat vor eigenem Publikum 95:88.

Überragender Mann im siebten Spiel sowie in der ganzen Finalserie war Miamis LeBron James. Der wohl beste Basketballer der Gegenwart, der immer wieder auch am legendären Michael Jordan gemessen wird, wurde folgerichtig zum wertvollsten Spieler des NBA-Playoffs gewählt.

Letzter Auftritt des Heat-Trios?

Wichtige Spieler bei den Heat, die von Eric Spoelstra trainiert werden, sind neben James auch Dwyane Wade und Chris Bosh. Gut möglich, dass diese drei in den kommenden Finalpartien letztmals miteinander im gleichen Team auflaufen werden. James, Wade und Bosh können im Juli alle den Club wechseln, wenn sie denn wollen.

Auf dem Weg in den Final setzte sich Miami gegen Charlotte (4:0 Siege), Brooklyn (4:1) und Indiana (4:2) durch. Die Spurs hingegen bekundeten zunächst grösste Mühe gegen Dallas (4:3), ehe Portland (4:1) und zuletzt in den Playoff-Halbfinals die Oklahoma City Thunder (4:2) ausgeschaltet wurden. Als entscheidende Spieler im Team von Trainer Gregg Popovich erwiesen sich einmal mehr der 38jährige Altmeister Tim Duncan sowie der 36jährige Routinier Manu Ginobili und der 32jährige Franzose Tony Parker.

Um den Gesundheitszustand von Parker machen sich die Spurs vor dem Beginn der Serie gegen Miami Sorgen. Im sechsten Spiel gegen Oklahoma City konnte Parker in der zweiten Halbzeit und auch in der Verlängerung wegen einer Verletzung am linken Fussknöchel nicht mehr mittun. «Es geht Tony jeden Tag besser, und ich erwarte, dass er spielen wird», sagt Coach Popovich.

Heimvorteil für San Antonio

In der diesjährigen Finalserie liegt der Heimvorteil bei den Spurs, die in der Qualifikation mit 62 Siegen und 20 Niederlagen besser abgeschnitten haben als der Titelverteidiger aus Florida (54:28). Die ersten zwei Partien werden in San Antonio ausgetragen, die folgenden zwei in Miami. Danach würde der Heimvorteil in jedem Spiel wechseln. Geht die Finalserie über die volle Distanz, steht der Champion am 20. Juni fest. (si)

Aktuelle Nachrichten