Tomlinson läutet kanadische Ära in Rapperswil ein

EISHOCKEY. Das in die NLB abgestiegene Rapperswil-Jona hat seine zwei ausländischen Spieler für die kommende Saison gefunden. Beide sind Kanadier, beide spielen im Angriff. Vom schwedischen Club Örebro stösst der 33jährige Jared Aulin an den oberen Zürichsee.

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EISHOCKEY. Das in die NLB abgestiegene Rapperswil-Jona hat seine zwei ausländischen Spieler für die kommende Saison gefunden. Beide sind Kanadier, beide spielen im Angriff. Vom schwedischen Club Örebro stösst der 33jährige Jared Aulin an den oberen Zürichsee. Von Esbjerg aus Dänemark wechselt der 27jährige Andrew Clark zu den St. Gallern. Sie sind Wunschspieler des neuen Trainers Jeff Tomlinson. Der Kanadier zählt konsequent auf Landsleute und läutet damit eine neue Ära ein im Club. In den vergangenen Jahren setzte Rapperswil-Jona vorab auf Ausländer aus Schweden.

Neu in der Schweizer Liga

Sowohl Aulin als auch Clark erhielten einen Einjahresvertrag. «Wir wollen einmal schauen, wie sie in unsere Mannschaft passen», sagt Roger Maier, Leiter von Rapperswil-Jonas Sportkommission. «Natürlich ist das Ziel ein längerfristiges Engagement.» Dass die zwei Kanadier die Schweizer Liga nur vom Hörensagen kennen, spielt für Maier keine grosse Rolle. «Wir haben explizit dem Coach die Möglichkeit gegeben, bei den Ausländern mitzureden. Deshalb haben wir mit der Verpflichtung auch so lange gewartet.» Tomlinson könne gut beurteilen, ob und wie die beiden Stürmer ins Kader passten.

«Besser als Jeff Campbell»

Aulin war schon zu Zeiten von Sportchef Harry Rogenmoser auf Rapperswil-Jonas Radar. «Er wäre auch für die Nationalliga A gut genug», sagt Maier von der Sportkommission. Aulin spielte die vergangenen vier Jahre für Örebro. Dort war der Center vor zwei Jahren als Topskorer massgeblich daran beteiligt, dass der Club in die höchste schwedische Liga aufstieg. Er absolvierte 17 Spiele in der NHL und sammelte in 271 AHL-Spielen 172 Punkte.

Clark kommt als Topskorer der obersten dänischen Liga nach Rapperswil-Jona. Mit Esbjerg sammelte der Center in 51 Spielen 100 Punkte. In Nordamerika spielte er zuvor in der AHL. «Wir haben die Information, dass Clark besser sein soll als Jeff Campbell von Ligakonkurrent Langenthal», sagt Maier. Campbell bildet mit Brent Kelly eines der torgefährlichsten Ausländerduos der NLB. (mat)