Tobel siegt in Tägerwilen

FUSSBALL. Der FC Tobel-Affeltrangen landete im letzten Vorrundenspiel einen 4:2-Sieg in Tägerwilen. Die Hinterthurgauer zeigten Moral und entschieden das Spiel in den Schlussminuten.

Joel Pfister
Merken
Drucken
Teilen
Der FC Tägerwilen (rot) musste im Thurgauer Derby gegen den FC Tobel-Affeltrangen zwei späte Tore in Kauf nehmen. (Bild: Mario Gaccioli)

Der FC Tägerwilen (rot) musste im Thurgauer Derby gegen den FC Tobel-Affeltrangen zwei späte Tore in Kauf nehmen. (Bild: Mario Gaccioli)

Wenige Minuten nach Beginn des 2.-Liga-Spiels zwischen Tägerwilen und Tobel-Affeltrangen vernaschte Flück seinen Gegenspieler. Sein missglückter Abschlussversuch wurde aber zur idealen Vorlage für Bachmann, der problemlos zum 1:0 für Tobel-Affeltrangen einschob. Herrlich anzusehen war der zweite Treffer: Hollenstein erkämpfte sich einen Ball im Mittelfeld, spielte einen Doppelpass mit Manz und schickte dann Strebel steil. Der Stürmer legte zurück auf Hollenstein, welcher souverän beendete.

Einbruch der Hinterthurgauer

Danach wurde der FC Tägerwilen durch die Passivität der Hinterthurgauer zum Kombinieren eingeladen. Die grosszügig gewährten Freiheiten nutzten die Platzherren gekonnt aus. Nach 62 Minuten fiel der Anschlusstreffer durch Arganese nach einem trockenen Abschluss in die untere Torecke. Tobel gelang es nicht mehr, den Ball in den eigenen Reihen zu halten.

Charaktertest bestanden

Eine Viertelstunde vor Schluss wurden die Gäste endgültig bestraft. Nach einer Flanke fand der Ball durch Parisi seinen Weg ins Netz. Spätestens jetzt verkam die Partie zu einem echten Charaktertest. Und die Eisenhut-Elf bestand ihn eindrücklich. Wagner luchste seinem Gegenspieler den Ball ab und lancierte Manz. Dessen Flanke fand in Wyrsch einen Abnehmer, doch Torwart Schoop reagierte blitzschnell, war aber gegen Lapcevics Nachschuss chancenlos. Während des Torjubels hatte Tägerwilens Kucani seine Nerven nicht im Griff und sah Rot. Mit zehn Spielern war der Gastgeber chancenlos. Tobel beschränkte sich aber nicht aufs Verteidigen des knappen Vorsprungs, sondern spielte weiter nach vorne und wurde dafür kurz vor Schluss mit dem 4:2 durch Hollenstein belohnt.