TITELVERTEIDIGER: Guerdat peilt Hattrick an

Der Weltcupfinal der Springreiter findet zum zehnten Mal in den USA statt. Steve Guerdat strebt nach seinen Siegen in Las Vegas mit Paille und in Göteborg mit Corbinian auch in Omaha den Triumph an.

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Steve Guerdat ritt bereits am Nationencup am CSIO in St. Gallen auf Bianca. Mit der bald elfjährigen Stute tritt der Jurassier nun auch am Weltcupfinal an. (Bild: Urs Bucher)

Steve Guerdat ritt bereits am Nationencup am CSIO in St. Gallen auf Bianca. Mit der bald elfjährigen Stute tritt der Jurassier nun auch am Weltcupfinal an. (Bild: Urs Bucher)

Die Titelverteidigung startet für Steve Guerdat, der auf die Stute Bianca vertraut, in der Nacht auf morgen Schweizer Zeit mit einem Zeitspringen. Tags darauf steht ein Springen mit Stechen an. Nach einem Ruhetag folgt am Sonntagabend der Final mit zwei Umgängen. Total 1,43 Millionen Euro an Preisgeld locken, 750000 erhält der Sieger.

Nebst Guerdat qualifizierten sich als weitere Schweizer Romain Duguet und Martin Fuchs – beide zum zweiten Mal. Du­guet nimmt mit der Stute Twentytwo des Biches die Top acht ins Visier, Fuchs peilt im Sattel von Clooney die Top fünf an. Guerdat hingegen gab an: «Wenn man an einem Final teilnimmt, möchte man gewinnen.» Guerdat will mit dem dritten Sieg in Folge Historisches schaffen. Noch nie siegte ein Reiter dreimal in Serie mit drei verschiedenen Pferden. Nur einem gelang es, den Final dreimal de suite zu gewinnen – dem Brasilianer Rodrigo Pessoa mit Baloubet du Rouet in den Jahren 1998, 1999 und 2000. Je drei Siege heimsten auch der Öster­reicher Hugo Simon sowie für Deutschland Meredith Michaels-Beerbaum und Marcus Ehning ein.

Guerdat wählte mit Bianca die gleiche Vorbereitung wie vor einem Jahr mit Corbinian. Nach einer Ruhephase folgte der Einstieg mit kleineren Prüfungen in Oliva Nova. «Die frische Luft und die Sonne an der spanischen Küste haben ihr sichtlich gutgetan», schwärmte Guerdat. In ‘s-Hertogenbosch stand dann noch eine schwierigere Einheit an. Der Favoritenkreis ist gross. Der Amerikaner McLain Ward, die Nummer vier der Welt, gilt als heisses Eisen, zumal er Azur satteln wird. Auch Guerdat erwähnte seinen Namen. Aber auch ein Erfolg des Belgiers Gregory Wathelet, der Deutschen Ludger Beerbaum und Ehning, des Franzosen Simon Delestre, des Niederländers Maikel van der Vleuten, der Amerikanerin Laura Kraut oder des US-Teamkollegen Todd Minikus würde nicht als grosse Überraschung gelten. (sda)