Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Tiefstapeln in Südkorea

Das südkoreanische Team ist nicht in seiner besten Phase, es erhält an der WM nur wenig Kredit. Sogar der Captain selbst sagt: "Viel Hoffnung habe ich nicht." Alles nur tiefgestapelt?
Ralf Streule
Die südkoreanischen Fans hoffen auf Tottenham-Spieler Son Heung Min (rechts). (Bild: Lee Jin-man/AP)

Die südkoreanischen Fans hoffen auf Tottenham-Spieler Son Heung Min (rechts). (Bild: Lee Jin-man/AP)

Nur zwei Dinge wohl bringt man hierzulande mit dem südkoreanischen Fussball in Verbindung. Zum einen das Bild des Schweizer Verteidigers Philippe Senderos, der mit blutender Nase sein Tor zum 1:0 gegen Südkorea an der WM 2006 bejubelt. Zum anderen jenes der flinken Südkoreaner, die 2002 im eigenen Land überraschten und nacheinander Italien und Spanien besiegten und im Halbfinal erst von Deutschland gestoppt wurden. Darüber hinaus hat man die asiatische Mannschaft an den vergangenen Endrunden nur wenig wahrgenommen. Vielleicht haben sich die Paninibildli-Macher auch deshalb bei keinem WM-Kader stärker verschätzt als bei den Südkoreanern. Zum neunten Mal in Folge haben sich die Koreaner für die WM qualifiziert, nach 2002 gelang ihnen aber nur 2010 der Vorstoss in den Achtelfinal, den sie dann gegen Uruguay verloren. 2017 war sogar die Qualifikation ­gefährdet. Vor allem wegen defensiver Probleme musste Südkorea bis zur letzten Runde zittern. Am Ende qualifizierte man sich als Zweiter hinter Iran. Uli Stielike hatte das Team bis im vergangenen Sommer trainiert. Nach Misserfolgen musste er Shin Tae Yong Platz machen, was die Sache aber nicht viel besser machte. Die gefährlichsten südkoreanischen Spieler sind Stürmer Son Heung Min von Tottenham und Captain Ki Sung Yong von Swansea. Er sagt: «Sehr viel Hoffnung habe ich nicht.» Auch tiefstapeln kann eine Taktik sein. (rst)

Südkorea

Einwohner: 51,5 Millionen

Weltrangliste: 61

WM-Teilnahmen: 10 Bestes

WM-Ergebnis: Halbfinal 2002

Gründung Verband: 1933

Beitritt zur Fifa: 1948

Besonderheit

Eigentlich müsste Korea eine Fussball-Weltmacht sein. Denn, glaubt man einem Text der «Zeit» über den deutschen Gruppengegner, gab es auf der koreanischen Halbinsel schon um 1400 ein Spiel namens Chuk-gu: «Dabei kickt man eine Art Fussfederball zwischen zwei Pfosten.»

Kader

Torhüter: Seung-gyu (Vissel Kobe), Jin-hyeon (Cerezo Osaka), Hyun-woo (Daegu FC)
Verteidiger: Young-gwon (Guangzhou Evergrande), Hyun-soo (FC Tokyo), Joo-ho (Ulsan Hyundai), Yong (Jeonbuk Hyundai Motors), Yo-han (FC Seoul), Min-woo, Chul (beide Sangju Sangmu), Young-sun (Seongnam FC), Seung-hyun (Sagan Tosu), Ban-suk (Jeju)
Mittelfeld: Sung-yueng (Swansea), Ja-cheol (Augsburg), Jae-sung (Jeonbuk), Woo-young (Vissel Kobe), Se-jong (Asan Mugunghwa), Seung-woo (Hellas Verona), Seon-min (Incheon)
Stürmer: Son Heung Min (Tottenham), Kim Shin Wook (Jeonbuk Hyundai Motors), Hwang Hee Chan (Red Bull Salzburg) Trainer: Tae Yong Shin

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.