Thurgaus Vorsprung wird komfortabel

Thurgau gewinnt auch die dritte Begegnung mit Aufsteiger Winterthur 4:2 vor 1082 Zuschauern in Weinfelden. Damit weisen die Ostschweizer 14 Punkte Vorsprung auf den Trennstrich auf. Die Zürcher hingegen tun sich je länger desto schwerer in der NLB.

Matthias Hafen
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Thurgaus Eric Arnold (Mitte) sicherte sich zwei Skorerpunkte. (Bild: Mario Gaccioli)

Thurgaus Eric Arnold (Mitte) sicherte sich zwei Skorerpunkte. (Bild: Mario Gaccioli)

EISHOCKEY. Jetzt muss viel schief gehen, damit Thurgau in dieser Saison das Playoff noch verpasst. Im Heimspiel gegen das neuntplazierte Winterthur siegte der Tabellensechste Thurgau 4:2. Sein Vorsprung auf den Trennstrich beträgt damit bereits 14 Punkte. Entsprechend gross war die Freude von Trainer Christian Weber über den gestrigen Arbeitssieg. «Es war enorm wichtig, dass wir gewonnen haben.»

Die Thurgauer mussten sich nur vorwerfen lassen, nicht mehr Tore erzielt zu haben. Sie hatten ihren Gegner praktisch zu jeder Zeit im Griff. Nie kam das Gefühl auf, dass diese Partie verloren gehen würde. Hingegen bleibt das Powerplay der Wermutstropfen in den Auftritten der Thurgauer. Drei gegnerische Strafen liessen sie mit einem Mann mehr auf dem Eis verstreichen, ohne dass sie in die Nähe einer Torchance kamen.

Führungstreffer in Unterzahl

Doch lenkte Thurgau die Partie schon früh in die entsprechenden Bahnen. Nach etwas mehr als drei Minuten erzielte der kanadische Topskorer Evan McGrath das 1:0 – und das in Unterzahl. Der Stürmer profitierte von einem schlauen Zuspiel von Fabian Maier. Sein Schuss von halblinks, der mehr als haltbar schien für Winterthurs Fabio Haller, fand den Weg zwischen den Schonern des Goalies ins Netz. Mit dem zweiten Treffer in der 22. Minute – eine Co-Produktion von Eric Arnold und Adrian Brunner – nahmen die Thurgauer ihren Gegnern weiter Wind aus den Segeln. Und selbst auf Winterthurs Anschlusstreffer zum 1:2 hatte Thurgau mit Arnolds 3:1 nur Sekunden später die passende Antwort. Die weiteren Treffer fielen in den Schlusssekunden.

Ausländer fehlen Winterthur

Winterthur kämpfte zwar tapfer, um mit einem Sieg allenfalls doch noch den Anschluss an die Playoffplätze zu finden. Die Mannschaft von Trainer Markus Studer ist jedoch ein Paradebeispiel dafür, dass in der NLB ohne ausländische Verstärkung zwar anfangs hie und da ein Achtungserfolg machbar ist, mehr aber auch nicht.