Thurgaus Mut bringt den Erfolg

EISHOCKEY. In der drittletzten Runde der NLB-Qualifikation besiegt Hockey Thurgau den Tabellenzweiten La Chaux-de-Fonds 4:2. Die Mannschaft von Trainer Christian Weber ist damit nun punktgleich mit dem Tabellenachten GCK Lions.

Thomas Werner
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Die Thurgauer erfüllen ihre Pflicht und besiegen den Tabellenzweiten La Chaux-de-Fonds mit 4:2. (Bild: Sports-Media.ch / Andrina Gerster)

Die Thurgauer erfüllen ihre Pflicht und besiegen den Tabellenzweiten La Chaux-de-Fonds mit 4:2. (Bild: Sports-Media.ch / Andrina Gerster)

Hockey Thurgau hat seine Pflicht mit viel Leidenschaft und Mut erfüllt. Erst zum drittenmal in dieser Saison reihten die Ostschweizer zwei Siege hintereinander. Sie haben somit weiter die Chance, sich den letzten Playoffplatz noch zu sichern. Die GCK Lions machen es ihnen allerdings weiter schwer. Die Zürcher gewannen in Visp nach Penaltyschiessen 3:2.

Offensive hat Priorität
Für Thurgau zählen nur noch Siege. Dies war den Spielern von Trainer Christian Weber bewusst. Ihre Priorität galt vom ersten Puckeinwurf an der Offensive. Der risikoreiche Beginn gipfelte beinahe im 0:1 noch vor Ablauf der ersten Spielminute. Das Risiko zahlte sich aber früh auch ein erstes Mal aus. Toms Andersons erzielte nach idealer Vorarbeit von Andreas Küng in der dritten Minute den Thurgauer Führungstreffer. Kurz zuvor hatten bereits Derek Damon und Reto Schmutz bei ihrem Konter ein Tor nur knapp verpasst.

Selbst Thurgaus Goalie Dominic Nyffeler beteiligte sich am Angriffspiel. In der 23. Minute lancierte er mit einem perfekten Steilpass Johannes Bischofberger, der aber – allein vor dem gegnerischen Tor – seinen Abschluss verzog. Im Minutentakt verpassten danach Damon, Adrian Wichser, Bischofberger und nochmals Wichser jeweils aus aussichtsreicher Position das 2:0. Beileibe nicht zum erstenmal verhalfen Thurgaus Stürmer in dieser Saison einem gegnerischen Goalie zu einer ausgezeichneten Fangquote. Bis dahin. Als Damon – im ersten Thurgauer Powerplay – und Verteidiger Daniel Eigenmann innert 59 Sekunden auf 3:0 erhöhten, musste der Neuenburger Goalie Remo Giovannini seinen Platz Lionel Favre überlassen. Dieser konnte sein Tor allerdings nur 127 Sekunden lang rein halten, ehe Küng zum 4:0 traf. Weil die Neuenburger aber einen kleinen defensiven Durchhänger des Heimteams schonungslos bestraften, führten die Thurgauer am Ende des Mitteldrittels nur noch 4:2.

Nyffeler als Rückhalt
Dies führte dazu, dass Webers Spieler im Schlussdrittel etwas mehr Vorsicht in ihr Spiel einbauten. Weil aber auch die Neuenburger ihr Glück in der Offensive nur halbherzig suchten, sank das spielerische Niveau merklich. Ein Beispiel dafür war in der 45. Minute ein von Pierrick Pivron geradezu stümperhaft ausgeführter Penalty. Die Thurgauer gerieten in der Folge nicht mehr in Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben. Auch weil Goalie Nyffeler ein weiteres Mal ein grosser Rückhalt war.

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