Thurgaus Effizienz ist ungenügend – Niederlage gegen Ajoie

Der HC Thurgau verliert im drittletzten Spiel der Qualifikation gegen den HC Ajoie unglücklich mit 2:3.

Thomas Werner
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Thurgaus Lars Frei (links) versucht, sich gegen Ajoies Zaccheo Dotti durchzusetzen.

Thurgaus Lars Frei (links) versucht, sich gegen Ajoies Zaccheo Dotti durchzusetzen.

Bild: Mario Gaccioli

Die Thurgauer standen nach dem 2:2-Ausgleich von Fran­tisek Rehak (45. ) dem Sieg näher, vergaben allerdings beste Möglichkeiten zum Siegtreffer. 36 Sekunden vor Schluss traf Alain Birbaum zum 2:3. Alle Tore für die Gäste erzielten an diesem Abend Verteidiger.

Einige Unkonzentriertheiten im Spielaufbau der Jurassier hatten zu Beginn der Partie die Thurgauer Hoffnungen genährt, dass Ajoie mit Blick auf den Cupfinal vom Sonntag gegen Rekordmeister Davos die Partie in Weinfelden nicht mit letzter Konsequenz angehen werde. Das Heimteam konnte aber zwei daraus resultierende Topchancen nicht nutzen.

Nach dem 1:0, das Kellen Jones für den HCT in der achten Minute im Powerplay erzielt hatte, zeigte Ajoie, dass es nicht gewillt war, die Punkte kampflos dem Gegner zu überlassen. Wie für Thurgau geht es auch für die Mannschaft von Trainer Gary Sheehan noch dar­um, sich die bestmögliche Ausgangslage fürs Playoff zu verschaffen. Hier zählt im Vergleich mit Olten jeder Punkt.

Thurgaus Aufwand bleibt unbelohnt

Innert weniger als vier Minuten korrigierten die Gäste den Fehlstart und demonstrierten den 1337 Zuschauern in der Güttingersreuti, weshalb sie die beste Schusseffizienz der Liga vorweisen können. Jordane Hauert und Kevin Ryser trafen für den Cupfinalisten.

Im schnell und intensiv geführten Mitteldrittel suchten die Thurgauer vehement den Ausgleich. Mehr als ein Pfostentreffer von Connor Jones schaute aber trotz aller Bemühungen und eines Chancenplus nicht heraus. Da war sie wieder die Hypothek: Thurgaus Schusseffizienz ist die zweitschlechteste der Liga.

Als Ajoie sich im Schlussdrittel darauf konzentrieren wollte, den knappen Vorsprung zu verwalten, erhöhte Thurgau nochmals das Tempo. Beste Möglichkeiten blieben allerdings weiter ungenutzt. Positiv auf Thurgaus Offensivspiel wirkte sich ein Schachzug von Trainer Mair aus. Wie schon in Zug setzte er Stürmer Kellen Jones als Verteidiger ein. So kamen die Playmakerqualitäten des Amerikaners noch besser zur Geltung. Zudem kann so der Ausfall von Verteidiger David Wildhaber, der vier bis fünf Wochen fehlen wird, kompensiert werden.

Nach der Nati-Pause trifft der HCT zum Abschluss der Qualifikation noch auf die Ticino Rockets (auswärts) und auf Leader Kloten (zu Hause).