Thurgauer Tennistalente holen Gold

TENNIS. Die Elitesportschule Thurgau hatte an den nationalen Titelkämpfen in Lausanne viel Grund zur Freude. Chiara Grimm und Nina Stadler sicherten sich Gold im Doppel, Tamara Arnold wurde im Einzel und im Doppel Schweizer Meisterin.

Marie-Theres Brühwiler
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Tamara Arnold holte in Lausanne ihren ersten Schweizer-Meister-Titel. (Bild: Mario Gaccioli)

Tamara Arnold holte in Lausanne ihren ersten Schweizer-Meister-Titel. (Bild: Mario Gaccioli)

Tennis. Wenn der Kreuzlinger Erfolgstrainer Ralph Zepfel und seine Crew an nationale Titelkämpfe reisen, so gibt es in aller Regel Grund zum Feiern. Dies war auch bei der jüngsten Auflage in Lausanne nicht anders, und das, obwohl das 14jährige Aushängeschild Chiara Grimm (N4.52) in der höheren Kategorie U16 bereits in den Viertelfinals gescheitert war und die bereits «golderprobten» Talente wie Matej Kostadinov, Kim Leo Stutz und Jessica Brühwiler sowie Thurgauer Meisterin Nina Stadler bereits vor dem Finaltag abreisen mussten.

Kämpferin Arnold

Mit Tamara Arnold (R2), die seit einem Jahr in Kreuzlingen trainiert und an der Nationalen Elitesportschule gefördert wird, hat es für einmal ausgerechnet die Jüngste gerichtet. «Ich wollte als letzte im Turnier verbliebene Vertreterin der NET unbedingt noch Gold gewinnen», so die 12-Jährige, die sich im Final in Lausanne weder von der körperlichen Überlegenheit ihrer Gegnerin Luna Milovanovic (R1) aus Yverdon noch vom klar verlorenen ersten Satz von ihren Zielen abhalten liess und das an Spannung kaum zu übertreffende Endspiel mit 1:6, 7:6, 6:4 für sich entscheiden konnte. An der Seite ihrer Finalgegnerin gewann die Seeburgerin auch die Doppelkonkurrenz.

Scheiterten Stadler und Grimm in der Einzelkonkurrenz an stärker klassierten Gegnerinnen, so spielte das eingespielte Duo im Doppel sehr stark auf und liess im Final auch dem topgesetzten Westschweizer Duo Tess Sugnaux (N3.25)/Sarah Ottomano (N4.48) nicht den Hauch einer Chance. Die Frauenfelderin Lea Magun (R6) scheiterte bei ihrem ersten Auftritt an nationalen Titelkämpfen bei den Unter-10-Jährigen hauchdünn in der ersten Runde. Für Anna Gabric (R2, U14) aus Kreuzlingen erwies sich die spätere überlegene Schweizer Meisterin Jil Teichmann (R1) in der ersten Runde als zu hohe Hürde.

Länzlinger überraschte

Kai Länzlinger (R2) spielte bei den Unter-16-Jährigen ganz stark auf. Der 15-Jährige aus Hefenhofen besiegte in der ersten Runde den gleich klassierten Olivier Köng (R2) aus Horgen und fegte in der dritten Runde keinen Geringeren als den an Nummer drei gesetzten Zürcher Jordan Reed-Thomas (R1) mit 6:2, 6:0 vom Platz. In den Viertelfinals verlor der amtierende Thurgauer Juniorenmeister gegen den späteren Finalisten Josua Zeoli (R2) aus Stein in zwei Sätzen.