Thurgauer Tennisspieler gefordert

An den Thurgauer Juniorenmeisterschaften in Kreuzlingen und Egnach hatten die Thurgauer Nachwuchscracks einen schweren Stand. So auch in der Königskategorie U18, in welcher sich der Rheintaler Simon Alig souverän durchsetzen konnte.

Marie-Theres Brühwiler
Drucken
Teilen
Dem Rheintaler Simon Alig war in der Tennishalle Kreuzlingen keiner gewachsen. (Bild: Mario Gaccioli)

Dem Rheintaler Simon Alig war in der Tennishalle Kreuzlingen keiner gewachsen. (Bild: Mario Gaccioli)

TENNIS. Die Thurgauer Juniorenmeisterschaften stehen seit vergangenem Sommer auch Nachwuchscracks aus anderen Kantonen offen. «Wir wollen damit unseren Spielerinnen und Spielern mehr Vergleichsmöglichkeiten bieten und die Titelkämpfe aufwerten», sagt Hannes Nüesch, Technischer Leiter beim Regionalverband Thurgau Tennis. Vor allem bei den Knaben räumten die Auswärtigen in Kreuzlingen und Egnach am Wochenende im grossen Stil ab. So auch in der Königskategorie U18, wo nach der verletzungsbedingten Absage von Joel Alt (R1) aus Berg und dem Fehlen des an der U16-Team-EM in Ungarn im Einsatz stehenden Hörnli-Spielers Jakub Paul (R1) die Bühne für Simon Alig (R3) frei war. Der 16jährige Thaler dominierte nach Belieben und spielte seine Überlegenheit auch im Finale gegen den Gerlikoner Sacha Huber (R5) aus.

Wenig Mädchen

Die Dussnangerin Nadine Keller (N4.66) hatte den U18-Titel im vergangenen Februar bereits als 13-Jährige in überzeugender Manier gewonnen. Sie verzichtete daher auf einen erneuten Start.

Das Interesse bei den Mädchen war trotz offener Grenzen klein. Wie schon im vergangenen Sommer mussten drei Alterskategorien gestrichen werden. In der stärksten verbliebenen Alterskategorie U16 blieb die Hierarchie zwischen den beiden Trainings- und Clubkolleginnen Lea Magun (R3) aus Frauenfeld und Ghada Dirninger (R3) aus Düdingen bestehen. Die 13jährige Lea Magun bestätigte ihren guten Lauf und gewann in zwei Sätzen. Die beiden Hörnlispielerinnen hoffen nach ihrem Junioren-Interclub-Schweizer-Meister-Titel vom vergangenem Herbst an der Thurgauer Sportlerwahl vom kommenden Freitag in der Kategorie «Team» auf viele Stimmen.

Thurgauer Lichtblicke

Der Liechtensteiner Serafin Zünd (R3) wurde bei den unter 16-Jährigen erst im Finale gefordert. Der Sohn des ehemaligen Spitzenskispringers Stefan Zünd behielt die Nerven und entschied das finale Duell gegen Noah Niederer (R3) aus Rheineck in drei Sätzen für sich. Derweil bei den unter 14-Jährigen der Titel an den topgesetzten Oberrieter Gabriel Breitenmoser (R3) ging, triumphierte mit dem Mosnanger Philipp Widmer (R6) auch bei den unter 10-Jährigen ein Spieler aus dem Kanton St. Gallen.

Immerhin kam es in der Kategorie U12 zu einem reinen Thurgauer Finale. Dies, nachdem der Mattwiler Luis Da Silva (R5) in den Halbfinals überraschend den besser klassierten Liechtensteiner Emanuel Zünd besiegt hatte. Der Siegeszug von Da Silva wurde im Final gestoppt. Der topgesetzte Manuel Neff (R5) aus Sulgen gewann nach seinem U10-Titel erstmals bei den unter 12-Jährigen. In den Gruppenspielen der U14-Mädchen war wie erwartet die topgesetzte Appenzellerin Anisa Barucic (R6) die Stärkste.

Einseitige Grosszügigkeit

«Es ist toll, dass die Thurgauer Meisterschaften auch Spielern aus anderen Kantonen offenstehen», sagt Manuel Neff. Der Sulgener war im Feld der insgesamt fünf Knabenkategorien der einzige im Kanton Thurgau wohnhafte Topgesetzte. Schade sei, dass es kein Gegenrecht gebe. «Ich hätte die Meisterschaften des Regionalverbandes Ostschweiz Tennis sehr gerne gespielt», sagt der 11-Jährige. Auch Hannes Nüesch vom Regionalverband Thurgau Tennis bedauert, dass die Verhandlungen bisher nicht gefruchtet haben. Man habe nach der Absage des östlichen Nachbarverbandes aber nicht gleich kapitulieren wollen. «Wir sind uns bewusst, dass wir mit unserem grenzüberschreitenden Denken in der Ostschweizer Tennislandschaft zumindest vorläufig noch eine Vorreiterrolle einnehmen.» Die Idee stammt von Ueli Wyss. Dem im vergangenen Herbst verstorbenen Präsidenten des Regionalverbandes Thurgau Tennis waren die kantonalen Nachwuchsmeisterschaften und deren Stellenwert bei den Spielenden stets ein grosses Anliegen.

Aktuelle Nachrichten