Thurgauer nach Flop wieder top

UNIHOCKEY. Floorball Thurgau musste am Samstag eine knappe Niederlage gegen den UHC Sarganserland einstecken. Das Spiel am Sonntag gegen Unihockey Langenthal Aarwangen konnten die Thurgauer jedoch deutlich für sich entscheiden.

Basil Höneisen
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Olli Oilinki von Floorball Thurgau (pinkschwarz) brachte seine Mannschaft gegen den UHC Sarganserland vorübergehend in Führung. (Bild: pd)

Olli Oilinki von Floorball Thurgau (pinkschwarz) brachte seine Mannschaft gegen den UHC Sarganserland vorübergehend in Führung. (Bild: pd)

Das war ein durchzogenes Wochenende für das NLB-Team von Floorball Thurgau. Am Samstag verloren sie auswärts trotz einer rekordverdächtigen Aufholjagd mit 8:10 gegen den UHC Sarganserland. Zu Hause liessen die Thurgauer jedoch nichts anbrennen – souverän schlugen sie das Tabellenschlusslicht Unihockey Langenthal Aarwangen (ULA) mit 13:4.

Lahmer Start rächt sich

Das Spiel gegen Sarganserland wird das Thurgauer Team um Trainer Beni Bötschi wohl nicht so schnell vergessen. Die Ostschweizer gingen zwar durch Oilinki in Führung. Doch auf der Anzeigetafel war nach dem ersten Drittel ein 1:6 zu sehen. Sargans überrumpelte die Gäste, liess dem Gegner wenig Platz, nutzte Powerplay-Chancen und arbeitete gut in der Defensive. «Wir haben den Start völlig verschlafen», sagt Bötschi. Den Rückstand galt es nun sofort wieder wettzumachen. Und dies versuchten die Thurgauer auch mit viel Einsatz. Nach dem zweiten Drittel waren es Ulmann, Eronen, Ruby und Königshofer, die sich einen Spielstand von 5:7 erarbeiteten. Neue Hoffnung kam auf, Thurgau zeigte Moral und wollte den Spiess umdrehen. Im letzten Drittel gelang dies den Gästen um ein Haar. Rubi und die Finnen Puustinen und Eronen trafen für Thurgau zum 8:9. Den Ausgleich konnten sie jedoch nicht erzielen. Es war eine spannende Schlussphase, die dann mit einem Schuss ins leere Tor zum 10:8 zugunsten von Sarganserland endete.

Zu Hause treffen sie wieder

Nach dieser Niederlage brauchte Floorball Thurgau eine Reaktion im nächsten Spiel. Der Gegner hiess Unihockey Langenthal Aarwangen und bildet das Tabellenschlusslicht. Vor etwa 200 Zuschauern empfing Thurgau die Gäste in der Paul-Reinhart-Halle in Weinfelden. In den letzten beiden Spielen erzielten die Ostschweizer zusammen nur vier Tore, doch in diesem Sonntagsspiel sollte mehr drinliegen. Trotz des etwas holprigen Starts konnte Thurgau das erste Drittel mit einer 4:2-Führung an sich reissen. Das Heimteam zeigte interessantes Unihockey, übte hohen Druck auf den Gegner aus und kam so zu vielen Chancen. An dieser Taktik hielten sie über weite Strecken fest. Im zweiten Abschnitt trafen Altwegg, Früh und zweimal Eronen zum Stand von 8:4. Das Toreschiessen in der heimischen Halle schien wieder zu funktionieren. «Jetzt brauchen wir eine gute Defensivarbeit», sagte Topskorer Oilinki vor dem Start des letzten Drittels. Dies setzten die Thurgauer auch gut um. Hinten wurde dichtgehalten und vorne konnten Schweizer, zweimal Altwegg und wieder zweimal Eronen auf 13:4 erhöhen. Trotz des klaren Resultates waren die Gäste aber nicht chancenlos. Sie zeigten sich bis zum Schluss kämpferisch und erarbeiteten sich immer wieder Tormöglichkeiten. Doch der junge Thurgauer Torhüter Yannick Altwegg brillierte mit seiner Abwehrarbeit und wurde dafür auch zum Best-Player gewählt. Coach Bötschi zog ein positives Fazit nach dieser Doppelrunde: «Gestern hatten wir Mühe mit der ruppigen Spielweise des Gegners. Heute konnten wir jedoch unsere Stärken voll ausspielen.»