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THURGAUER KANTONALSCHWINGFEST: Gigers Déjà-vu

Der 19-jährige Samuel Giger aus Ottoberg gehört am Thurgauer Kantonalschwingfest in Zihlschlacht zu den Favoriten. Zum Auftakt bekommt er es mit dem letztjährigen Sieger zu tun.
Ives Bruggmann
Samuel Giger schaffte in der vergangenen Saison den Durchbruch. (Bild: Urs Flüeler/KEY)

Samuel Giger schaffte in der vergangenen Saison den Durchbruch. (Bild: Urs Flüeler/KEY)

«Sämi! Sämi! Sämi!», riefen die 3600 Zuschauer vor genau einem Jahr in Märwil. Sie versuchten, bei ihrem Lokalmatador Samuel Giger im Schlussgang des Thurgauer Kantonalschwingfests nochmals Kräfte freizusetzen. Doch trotz aller Anstrengungen gelang es Giger nicht mehr, sich aus der Umklammerung zu lösen. Ihm blieb nichts anderes, als dem Sieger aus dem Bündnerland zu gratulieren: Armon Orlik.

Morgen treffen die beiden Schwinger wieder aufeinander. Dieses Mal im Anschwingen. Die Vorzeichen haben sich jedoch innerhalb eines Jahres grundlegend verändert. Orlik prägte die vergangene Saison mit sechs Kranzfestsiegen und der Schlussgangteilnahme am Eidgenössischen Schwingfest entscheidend mit. Giger schaffte trotz einer Verletzungspause sieben Kränze. Und an den Höhepunkten zeigte er die besten Saisonleistungen: Auf der Schwägalp teilte er sich den Sieg mit Orlik, und am Eidgenössischen belegte er ohne Niederlage Rang zwei. Am Sonntag werden sich also nicht mehr zwei aufstrebende Jungtalente gegenüberstehen, sondern die beiden Aushängeschilder und Dominatoren des Nordostschweizer Teilverbands.

Auch im mentalen Bereich stark

Die Thurgauer Hoffnungen auf einen Heimsieg am eigenen Kantonalen liegen also auf Giger. Doch was macht den Ausnahmeschwinger aus Ottoberg so stark? «Er ist ein riesiges Talent und bringt alle körperlichen Voraussetzungen mit», sagt der technische Leiter des kantonalen Thurgauer Schwingerverbands, Manuel Strupler. Für seine Kraft habe er aber auch sehr viel getan. Über Jahre sei er im Training immer ans Limit gegangen. Doch was den 1,93 m grossen und 115 kg schweren Modellathleten am stärksten mache, sei das Mentale. «Sämi ist sehr ehrgeizig und hat klare Vorstellungen, was er erreichen will.»

Strupler, der als technischer Leiter der Thurgauer auch für die Einteilung am Kantonalfest zuständig ist, hat die beiden auf dem Papier stärksten Schwinger gleich zum Auftakt einander gegenübergestellt. «Es geht nicht darum, jemanden zu schonen. Wer gewinnen will, muss gegen die Besten bestehen.» Zudem ist Strupler davon überzeugt, dass sein Schützling von diesen Gängen mit Orlik profitieren kann. «Ich bin mir sicher, dass beide dadurch noch stärker werden.» Bereits in der vergangenen Saison sind sich der Bündner und der Thurgauer zweimal an Kranzfesten begegnet. Zweimal behielt Orlik die Oberhand. «Gegen Orlik hat Sämi das Rezept noch nicht gefunden», sagt Strupler. Dafür wird es in diesem Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach noch die eine oder andere Möglichkeit geben.

Nordostschweizern fehlt die Breite

Strupler hat als technischer Leiter nicht nur die absolute Spitze im Blick. «Ich wünsche mir so viele Thurgauer Kränze wie möglich», sagt er. Ein wichtiges Ziel in dieser Saison sei es im kantonalen Verband aber auch, die Jungen zu integrieren. «Wir dürfen uns nicht auf dem aktuellen Erfolg ausruhen, sondern müssen weiter am Ball bleiben.» Denn so schön die Erfolge der beiden Nordostschweizer Vertreter Giger und Orlik im vergangenen Jahr auch gewesen seien, in der Breite fehle es in der Ostschweiz noch immer an Schwingern.

Schnee bringt Änderung

Die gute Nachricht zuerst: Trotz des starken Schneefalls in der Ostschweiz kann das Thurgauer Kantonalschwingfest morgen in Zihlschlacht stattfinden. Allerdings müssen die Veranstalter das heutige Schnupperschwingen und die Gabentempeleröffnung absagen. Der Samstag wird gebraucht, um das Festgelände vom Schnee zu befreien. (mat)

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