Thurgauer Aufholjagd nicht belohnt

EISHOCKEY. Da wäre mehr möglich gewesen: Bei der 3:6-Heimniederlage gegen NLB-Leader Langenthal scheiterte Hockey Thurgau in erster Linie an den eigenen Fehlern.

Markus Rutishauser
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Thurgau musste gegen Langenthal eine Niederlage hinnehmen. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch)

Thurgau musste gegen Langenthal eine Niederlage hinnehmen. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch)

Während die Oberaargauer ihre Erfolgsserie mit dem sechsten Sieg in den letzten sieben Partien fortsetzten, ist es für die Ostschweizer die dritte Niederlage in Folge. Zumindest darf dem Team von Headcoach Christian Weber eine deutliche Steigerung gegenüber dem 1:7-Debakel vier Tage zuvor beim HC Ajoie attestiert werden. Für die Thurgau geht es am Dienstag mit dem Heimspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers weiter.

Thurgauer Kaltstart
Die Partie begann aus Thurgauer Sicht denkbar schlecht. Bereits nach 29 Sekunden kassierte Keeper Nicola Aeberhard das 0:1, weil Stefan Tschannen die ihm gewährten Freiheiten nützte. Die Gastgeber erholten sich von diesem Schock nur langsam. Chancen blieben Mangelware. In der 6. Minute hätte der Ausgleich Tatsache sein müssen, doch verfehlte Andreas Küng die offene Torecke. Die Oberaargauer spielten zwar nicht hoch überlegen, zeigten sich dafür aber sehr effizient. So erhöhten Josh Primeau mit seinem geglückten Dribbling und Marc Kämpf nach 32 Sekunden im Powerplay bis zur 17. Minute auf 0:3. Immerhin konnte Kevin Rohner mit seinem Treffer aus der Drehung in der zweitletzten Minute verkürzen. So konnten die Ostschweizer neue Hoffnung schöpfen.

Kurze Freude
Nach je einer ungenützten Überzahlchance zu Beginn des zweiten Abschnitts übernahm Thurgau das Zepter und kam auch zu Möglichkeiten. Even McGrath brillierte als Vorbereiter. Zuerst vergab Küng auf Pass des Topscorers seine zweite Grosschance. Wenig später machte es Toms Andersons besser und traf nach einem Steilpass via Innenposten zum 2:3. Damit war die Partie neu lanciert. In der Folge gab es Chancen hüben wie drüben. Zuerst verpasste Andersons den inzwischen verdienten Ausgleich, als er aus kurzer Distanz am starken Gästegoalie Marco Mathis scheiterte. Und dann traf auf der anderen Seite Vincenco Küng nur den Pfosten. In den letzten dreieinhalb Minuten dieses Mitteldrittels wurde es so richtig turbulent: Zuerst überwand Léonardo Fuhrer den Gästekeeper zum umjubelten 3:3 und dann stoppten sich die Thurgauer mit einem weiteren defensiven Aussetzer gleich wieder selbst. Weil Primeau in der letzten Sekunde einen Abpraller kaltblütig verwertete, lag Thurgau wieder mit zwei Toren im Hintertreffen.

Im Schlussdrittel verwaltete der Leader seinen Vorsprung geschickt, während Thurgau die wenigen Chancen zum erneuten Anschlusstreffer ausliess. Schliesslich war es Topscorer Brent Kelly, der mit seinem 3:6 in der 53. Minute dem Leader die drei Punkte sicherte. Den Ostschweizern gelang in der Schlussphase auch in einer 67-sekündigen doppelten Überzahl keine Resultatkosmetik mehr.

Hockey Thurgau – SC Langenthal 3:6 (1:3, 2:2, 0:1)
Güttingersreuti, Weinfelden. – 1031 Zuschauer. – Sr. Boverio; Kehrli, Ströbel.
Tore: 1. (0:29) Tschannen (Kelly) 0:1. 15. Primeau 0:2. 17. Kämpf (Tschannen, Kelly; Ausschluss Brunner) 0:3. 19. Rohner 1:3. 27. Andersons (McGrath) 2:3. 37. (36:37) Fuhrer (Eigenmann) 3:3. 38. (37:55) Dünner (Tschannen, M. Küng) 3:4. 40. (39:59) Primeau (Tschannen, Montandon) 3:5. 53. Kelly (Pienitz, Tschannen) 3:6.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 6-mal 2 Minuten gegen Langenthal.
Thurgau: Aeberhard; Parati, Urech; Kühni, Maier; Eigenmann, Roos; Bahar; A. Küng, Damon, Rohner; Arnold, McGrath, Brunner; Andersons, Wichser, Sterchi; Lemm, Fuhrer, Blasbalg.
Langenthal: Mathis; Seydoux, Scheidegger; Ahlström, Cadonau; Fröhlicher, Pienitz; M. Küng, Minder; Tschannen, Dünner, Kelly; Kämpf, Montandon, Primeau; Spiller, Sitje, Triulzi; Duarte, V. Küng, Hobi.
Bemerkungen: 34. Pfostenschuss V. Küng (L). – 57:48 Time-out Thurgau. - Thurgau ohne Huras, Bucher, Bischofberger, Nyffeler, Weber (alle verletzt) und Senn (überzählig); Langenthal ohne Schüpbach, Campbell, Eichmann, Ranov, Hess (alle verletzt) und Füglister (gesperrt und verletzt).


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