Thurgau siegt dank starkem Schlussspurt

Mit dem 6:3 auswärts gegen den Aufsteiger Winterthur gelingt Hockey Thurgau in der NLB-Qualifikation der zweite Auswärtssieg in Serie. Es hat nun schon elf Punkte Vorsprung auf den Strich. Matchwinner bei den Thurgauern ist der kanadische Topskorer Even McGrath, dem zwei Treffer und ein Assist gelingen.

Markus Rutishauser/Winterthur
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EISHOCKEY. Die Mannschaft von Headcoach Christian Weber zeigte in Winterthur zwar eine durchzogene Leistung, ging am Ende aber doch mit den drei erhofften Punkten vom Eis. Wie wichtig der zweite Auswärtssieg in Serie nach dem 6:4 bei Ajoie ist, zeigt der Blick auf die Tabelle. Hockey Thurgau liegt nach dem 6:3 gegen die Winterthurer als Fünfter nun bereits stattliche elf Punkte über dem Strich und befindet sich nach rund einem Drittel des Qualifikationspensums deutlich auf Playoff-Kurs.

Die Kontrahenten legten vor 2175 Zuschauern in der Eishalle am Deutweg los wie die Feuerwehr. Nach etwas mehr als sechs Spielminuten leuchtete das Torlicht bereits zum vierten Mal auf. Adrian Wichser in der zweiten und Adrian Brunner in der vierten Minute hatten die Gäste in Führung gebracht und Evan McGrath den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Joshua Theodoridis nur 17 Sekunden später mit dem 1:3 gekontert.

Schwächelnde Defensive

Weil die Thurgauer nebst ihrer Offensivkraft aber auch einige Schwächen in der Defensive offenbarten, liess sich der ohne Ausländer spielende Aufsteiger nicht abschütteln. Das 2:3 von Tim Wieser war die resultatmässige Folge. Im Mitteldrittel ging bei Thurgau plötzlich gar nichts mehr und der Ausgleichstreffer der kämpferischen Eulachstädter durch einen Weitschuss von Verteidiger Jorden Gähler in der 34. Minute war nicht unverdient. Kevin Kühni hatte Keeper Dominic Nyffeler ohne Not die Sicht genommen.

Winterthur zu wenig abgeklärt

Im Schlussabschnitt waren es zuerst die Winterthurer, welche sich zwei gute Möglichkeiten zur erstmaligen Führung erarbeiteten. Die fehlende Kaltblütigkeit im Abschluss sollte sich aber wenig später rächen. Mitten in die Druckphase hinein gelang dem Thurgauer Andreas Küng in der 48. Minute sein erstes Saisontor zum 4:3. Und weil Simon Sterchi zweieinhalb Minuten später aus fast derselben Position auf 5:3 erhöhte, geriet der Liganeuling definitiv auf die Verliererstrasse. Den Schlusspunkt setzte McGrath mit einem Shorthander.

Für Hockey Thurgau geht es am Dienstag, 10. November, mit dem Gastspiel beim Tabellenschlusslicht GCK Lions weiter. Eine durchaus heikle Aufgabe, deuteten die Zürcher am Samstag mit ihrem 5:4-Sieg nach Penaltyschiessen bei La Chaux-de-Fonds einen Formanstieg an.