Der HC Thurgau nähert sich der Spitze

Die Ostschweizer besiegen in Weinfelden den EHC Olten mit 3:2 und sind neu Vierter.

Thomas Werner
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Der Thurgauer Joel Scheidegger im Zweikampf mit Jerome Lanz. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Der Thurgauer Joel Scheidegger im Zweikampf mit Jerome Lanz. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

In einer ausgeglichenen Begegnung gewann der HC Thurgau in Güttingersreuti gegen den EHC Olten dank eines Powerplaytreffers von Verteidiger David Wildhaber sieben Minuten vor Schluss. Die Mannschaft von Trainer Stephan Mair beendete damit die Siegesserie der Solothurner, welche ihre vorangegangenen acht Partien gewonnen hatten.

Die Thurgauer starteten engagiert und hatten nach gut einer halben Minute schon drei Abschlussversuche vorzuweisen. Mangelnde Bemühungen beim Schiessen aufs Tor kann man den Thurgauern schon seit Saisonbeginn nicht vorwerfen. Nur die beiden Tabellenersten Ajoie und Kloten haben bisher mehr Schüsse Richtung gegnerisches Tor abgegeben als die Spieler des HCT. Grosse Abstriche gibt’s aber bei der Erfolgsquote. Hier weisen die Thurgauer den mit Abstand schlechtesten Wert der Liga auf. Lediglich 7,73 Prozent betrug die Schusseffizienz vor der gestrigen Begegnung.

Zweimal auf einen Rückstand reagiert

Und Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Trotz teils erstklassiger Möglichkeiten gelang den Thurgauern im Startdrittel gegen Olten lediglich ein Treffer. Melvin Merola schloss im Überzahlspiel ein Solo mit dem 1:1 ab, nachdem zuvor Riccardo Sartori – von Thurgauer Stellungsfehlern profitierend – die Gäste in Führung gebracht hatte. Die Thurgauer hatten in diesem Startabschnitt doppelt so oft aufs Tor geschossen wie ihr Gegner.

Zu der fehlenden Zielgenauigkeit im Abschluss gesellte sich im Mitteldrittel fehlende Präzision im Passspiel. Dies aber auf beiden Seiten. So war es nur eine Frage der Zeit, wer als erstes von einem gegnerischen Fehler profitieren konnte. Die Antwort lieferte Oltens Garry Nunn mit dem 1:2 in der 30. Minute. Aber auch diesen Rückstand konnte HCT-Stürmer Merola korrigieren, mit seinem achten Saisontreffer stellte er auf 2:2. Im Schlussdrittel mussten die Thurgauer zuerst zwei heikle Unterzahlsituationen überstehen. Dies gelang auch dank einer souveränen Leistung von Goalie Janick Schwendener. Danach hatten beide Teams Schwierigkeiten ihre Linie im Offensivspiel zu finden. Gute Abschlussgelegenheiten ergaben sich meist nur nach gegnerischen Fehlern. Am Ende belohnten sich die Thurgauer für einen fulminanten Schlussspurt mit ihrem zweiten Überzahltreffer an diesem Abend.

Der Abstand zum Spitzenduo beträgt dank des 13. Saisonsieges nun nur noch drei Punkte. Morgen gastiert Thurgau beim Tabellendritten Visp und erhält die Möglichkeit gar auf Rang drei vorzustossen.