Thurgau geht gegen das Schlusslicht unter

EISHOCKEY. In einem für die Zuschauer interessanten, torreichen Match verliert der HC Thurgau gegen den bisherigen Tabellenletzten Visp mit 6:8 und findet sich damit unter dem Strich wieder.

Hansruedi Keller
Drucken
Teilen
Schwere Zeiten für die Fans des HC Thurgau - ihr Team ist Tabellenletzter. (Bild: André Twerenbold)

Schwere Zeiten für die Fans des HC Thurgau - ihr Team ist Tabellenletzter. (Bild: André Twerenbold)

Mit einem Powerplaytor von Derek Damon nach etwas mehr als zwei Minuten startete der HC Thurgau optimal in dieses Spiel. Derselbe Damon setzte Sekunden später Alexei Kowalew mit einem fatalen Querpass an der defensiven blauen Linie ein, und der 40-jährige Russe bedankte sich dafür mit dem 1:1.

Doch es kam noch besser für die Gäste: Sacha Wollgast war 20 Sekunden später zum 1:2 erfolgreich. Toms Andersons scheiterte in Unterzahl allein vor Martin Zerzuben, doch Dylan Weber gelang der verdiente Ausgleich (9.) zum 2:2. Etwas mehr als drei Minuten vor Drittelsende waren die Thurgauer in Unterzahl mit einem herrlicher Konter erfolgreich, den Damon mit einem Shorthander zum 3:2 abschloss.

Gütige Mithilfe des Goalies
Nach der Pause stellten die Thurgauer Spieler vorerst ihre Arbeit ein und schauten andächtig zu, wie die Gäste innerhalb von 123 Sekunden drei Tore durch Alain Brunold (2) und Pascal Annen zum 3:5 erzielten. Nachdem Thomas Büsser von der Strafbank kommend allein gegen Zerzuben gescheitert war (30.), machte es kurz danach Andersons besser und traf, unter gütiger Mithilfe von Torhüter Zerzuben, zum 4:5. Doch zwei weitere Visper Tore zum 4:7, gegen einen defensiv ungenügenden HC Thurgau, der in dieser Phase einen absolut desolaten Eindruck hinterliess, durch Triulzi (37.) und Altorfer (39.) sorgten so für eine frühe Vorentscheidung.

Zu ungenau
Im Schlussdrittel trat Thurgau etwas entschlossener auf und kam durch Thomas Büsser (45./56.) zu zwei Treffern zum 6:7. Weitere Tore fielen vor allem auch deshalb nicht, weil die Platzherren zu ungenau agierten. Ein krasser Fehler von Andreas Küng hinter dem eigenen (verlassenen) Tor nutzte 25 Sekunden vor Spielende der Ex-Thurgauer Luca Triulzi zum 6:8.

Thurgau – Visp 6:8 (3:2, 1:5, 2:1)
Güttingersreuti – 917 Zuschauer – Sr. Peer, Brunner/Jetzer
Tore: 3. Damon (Küng, Winkler, Ausschluss Kowalew) 1:0. 4. Kowalew (Altorfer, Furrer) 1:1. 5. Wollgast (Dolana, Triulzi) 1:2. 9. Weber (Lemm, Neher) 2:2. 17. Damon (Irmen, Ausschluss Roos!) 3:2. 21. Brunold (Furrer) 3:3. 22. Brunold (Dolana, Triulzi) 3:4. 24. Annen (Heldstab) 3:5. 31. Andersons (Winkler, Neher) 4:5. 37. Triulzi (Heldstab) 4:6. 39. Altorfer (Forget, Furrer) 4:7. 45. Büsser (Küng) 5:7. 56. Büsser (Thöny) 6:7. 60. (59.35) Furrer (Forget, Ausschluss Tiulzi!) 6:8 (ins leere Tor)
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Thurgau, 4mal 2 Minuten gegen Visp
Thurgau:Caminada; Sataric, Büsser; Roos, Bloch; Gianinazzi, Winkler; Ronchetti, Blasbalg; Irmen, Damon, Mettler; Andersons, Nüssli, Thöny; Weber, Neher, Lemm; Rohner, Küng, Baher.
Visp: Zerzuben; Vassanelli, Heldstab; Wiedmer, Heynen; Schüpbach, Wollgast; Guyenet, Dayer; Altorfer, Kovalev, Furrer; Keller, Forget, Botta; Dolana, Brunold, Triulzi; Zeiter, Annen, Reber.
Bemerkungen:Thurgau ohne Balmelli (verletzt), Müller; Visp ohne Heldner, Alihodizic, Hebeisen (1. Liga), Witschard (Elite Bern), 23.00 Timeout Thurgau, 50.18 Timeout Visp

Aktuelle Nachrichten