Thurgau fehlt ganz wenig zum Sieg

Die Spieler des HC Thurgau finden nach dem 1:6 in Spiel drei der Playoff-Viertelfinalserie gegen Langnau neue Kraftreserven. Sie müssen sich erst nach Penaltyschiessen mit 1:2 besiegen lassen. Für sie ist die Saison damit beendet.

Thomas Werner
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Bild: sports-media.ch

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Die Thurgauer fanden nach dem farblosen Auftritt in Spiel drei doch noch Kraftreserven. Kampflos wollten sie sich nicht aus der Saison verabschieden. Die Mannschaft von Trainer Christian Weber zeigte vor 1409 Zuschauern in der Güttingersreuti sehr viel Moral und Herz. Und überraschend bot sie den Langnauern an diesem Abend über 80 Minuten auch spielerisch Paroli und zwang den Qualifikationszweiten damit in ein Penaltyschiessen. Und obwohl mit Derek Damon, Danny Irmen, Thomas Nüssli und Andreas Küng vier Thurgauer trafen, verloren sie auch das fünfte Penaltyschiessen in dieser Saison – 4:5.

Die Gäste, bei welchen erstmals im Playoff Juraj Kolnik anstelle von Chris Di Domenico die Ausländerposition im Sturm einnahm, waren druckvoll ins Spiel gestartet. Sie wollten sofort zeigen, dass sie gewillt waren, diese Viertelfinalserie auf schnellstmöglichem Weg zu beenden. Im Gegensatz zu Spiel drei in Langnau nahmen Webers Spieler das Tempo der Emmentaler aber diesmal an und gestalteten das Spiel jederzeit ausgeglichen. Danny Irmen – der wie Sturmpartner Derek Damon im Playoff noch ohne Skorerpunkt war – bot sich in der neunten Minute die Chance zum 1:0. Langnau-Goalie Lorenzo Croce hatte Glück, dass der Puck zwischen seinen Schonern hängen blieb.

Caminada als Rückhalt
Durch das aggressive Spiel der Thurgauer gereizt – Sandro Moggi und Remo Schlapbach blieben nach harten Checks der Gastgeber jeweils kurzzeitig auf dem Eis liegen – erhöhten die Emmentaler zu Spielmitte den Rhythmus. In Bedrängnis geraten, kassierten Webers Spieler innerhalb von nur dreieinhalb Minuten drei kleine Strafen. Weil Goalie Pascal Caminada aber erneut ein souveräner und sicherer Rückhalt blieb und Langnaus Spiel in Überzahl auch in Spiel vier alles andere als überzeugend war, blieb die Partie vorerst weiter torlos. Bei einem Konter bot sich Irmen gar die zweite Chance, das Skore zu eröffnen. Dies tat dann kurz vor der zweiten Pause auf der anderen Seite Yannick-Lennart Albrecht. Allein vor Caminada lenkte er den Puck nach einem Abschlussversuch von Marc Rüegg ins Tor.

Chancen zum Siegtreffer
Aber auch von diesem Gegentor liessen sich die Thurgauer nicht demoralisieren. Nach nur 50 Sekunden im Schlussdrittel war dann die Torflaute von Thurgaus Ausländern beendet. Im dritten Versuch klappte es: Irmen traf im Powerplay zum 1:1. Dies war der Auftakt zu einen hartumkämpften und immer hektischer werdenden Drittel. Eine grosse spielerische Linie war auf beiden Seiten nicht mehr auszumachen. Die Thurgauer überstanden zwei weitere Strafen schadlos und hatten danach die Chance zur Führung. Lukas Balmelli scheiterte in aussichtsreichster Position. Auf der anderen Seite zwang Tobias Bucher die Unparteiischen zum Videostudium, nachdem sein Abschluss von der Latte zurückgeprallt war. Die umkämpfte Verlängerung blieb torlos.

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