Thurgau effizienter als der Aufsteiger

Dank der grösseren Kaltblütigkeit im Abschluss feiert der NLB-Club Thurgau beim 6:4 gegen Winterthur den ersten Heimsieg der neuen Saison. Zwei Tordoubletten lenken die Partie früh in die Bahnen. Bei den Thurgauern treffen sechs verschiedene Spieler.

Markus Rutishauser
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Den ersten Sieg feierte Hockey Thurgau gegen Winterthur. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch / Severin Kilian)

Den ersten Sieg feierte Hockey Thurgau gegen Winterthur. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch / Severin Kilian)

Thurgau ging im dritten Anlauf erstmals als Sieger vom heimischen Eis. Beim 6:4 gegen 1.-Liga-Aufsteiger Winterthur waren die Gäste abgesehen von den Anfangsminuten jedoch ebenbürtig. In läuferischer und physischer Hinsicht hatten die ohne Ausländer spielenden Zürcher gar Vorteile. Doch nutzten die Thurgauer Winterthurs schwache Startphase mit zwei Treffern innerhalb von 88 Sekunden durch Adrian Brunner und Toms Anderson gekonnt.

Den Unterschied machten am Ende auch die Torhüterleistungen und die Effizienz im Abschluss aus. Bei Thurgau zeigte der 23jährige Dominic Nyffeler bis auf einen Lapsus, als er beim 3:5 von Winterthur in der 49.?Minute eigentlich einen Assist hätte bekommen müssen, eine gute Leistung. Auf der anderen Seite kassierte Remo Oehninger zu Beginn des zweiten Drittels innerhalb von 27 Sekunden zwei haltbare Gegentreffer. Die Tore von Michael Roos und Fadri Lemm führten zum vorentscheidenden 4:0 für Thurgau. Oehninger wurde durch den früheren Thurgauer Fabio Haller ersetzt.

Winterthur kämpft sich zurück
Dank eines 5:1-Vorsprungs nach zwei Dritteln schien Thurgau einem ungefährdeten Heimsieg entgegenzusteuern. Doch in den letzten 20 Minuten spielte plötzlich nur noch der Aufsteiger. Dank einer Tordoublette von Gian-Andrea Thöny (42./49.) keimte bei den Zürchern sogar nochmals Hoffnung auf. Die Gastgeber schienen mit ihren Kräften an Ende und gewannen kaum noch Zweikämpfe.

Gegen immer offensivere Winterthurer gelang in der 57. Minute aber der entscheidende Konter, den Eric Arnold auf Zuspiel von Topskorer Even McGrath mit dem 6:3 abschloss. Nach dem vierten Treffer des Aufsteigers durch Joshua Theodoridis eineinhalb Minuten vor Schluss ersetzte Winterthurs Trainer Markus Studer seinen Goalie noch durch einen sechsten Feldspieler – ohne Auswirkungen auf das Resultat.

Gegen Kloten und Olten
Für Thurgau, das über den Trennstrich auf Rang acht kletterte, geht die NLB-Qualifikation am nächsten Samstag mit dem Auswärtsspiel in Olten weiter. Zuvor kommt es morgen in Weinfelden jedoch noch zur Cuppartie gegen den NLA-Vertreter Kloten.