Thurgau auch von Ajoie nicht zu stoppen

In einer hartumkämpften NLB-Partie kommt Thurgau gegen Ajoie zu seinem zweiten Auswärtssieg der Saison. Die Mannschaft von Trainer Christian Weber gewinnt 6:4 und macht damit beste Werbung für das Heimspiel gegen Rapperswil-Jona morgen um 17 Uhr.

Thomas Werner/Pruntrut
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Johannes Bischofberger (rechts) erzielt das entscheidende Tor. (Bild: Mario Gaccioli)

Johannes Bischofberger (rechts) erzielt das entscheidende Tor. (Bild: Mario Gaccioli)

EISHOCKEY. Der HC Ajoie hatte in den vorausgegangenen sieben Partien 17 Punkte gewonnen, Hockey Thurgau 16. Im Vergleich der beiden Teams der Stunde sprühten alle Akteure vor Selbstvertrauen. Dies führte dazu, dass das Spiel für sie phasenweise fast zu schnell wurde. Teils ungenügendes Verhalten in der Defensive war die Folge.

Die Thurgauer zeigten erneut auf, dass sie sich in der aktuellen Verfassung vor keinem Team verstecken müssen. Gegen Ajoie hätten sie sich gar die nervenaufreibenden Schlussminuten ersparen und den Sieg frühzeitig sichern können. Im Mitteldrittel gelang Simon Sterchi das Tor zur 4:3-Führung, danach resultierte aber aus einem deutlichen Chancenplus nichts Zählbares mehr.

Goaliewechsel bei Ajoie

Allein Sterchi hätte seinen beiden Toren noch zwei weitere hinzufügen können, als er zuerst aus spitzem Winkel das leere Tor nicht traf und danach bei einem Solovorstoss an Sascha Rochow scheiterte. Dieser hatte nach dem 3:4 Elien Paupe im Tor der Gastgeber ersetzt. Und als die Mannschaft von Trainer Christian Weber zum Schluss des Drittels während vier Minuten in Überzahl spielen konnten, kassierten sie – nur mit dem Blick fürs gegnerische Tor – das 4:4. Im Schlussdrittel erhöhte Ajoie den Druck und kam nun seinerseits zu einem Chancenplus. Das siegbringende Tor erzielten aber die Gäste, Johannes Bischofberger traf in der 50. Minute zum 5:4. Auch hatte die Partie für die Thurgauer perfekt begonnen. Sekunden nachdem Goalie Dominic Nyffeler den Führungstreffer der Gastgeber mit einer tollen Parade vereitelt hatte, erzielte Adrian Brunner auf perfekte Vorlage von Daniel Eigenmann in der zweiten Minute den Führungstreffer. Was danach im Startdrittel folgte war, kann man als «offensiven Wahnsinn» bezeichnen.

Vier Tore innert drei Minuten

Thurgau gelang bis zur achten Minute gegen die bis dahin beste Defensive der Liga zwei weitere Tore – durch Sterchi und Derek Damon. Ajoie hatte aber sowohl auf das 0:2 wie auch auf das 1:3 eine Antwort und konnte in der 14. Minute im Powerplay das Skore ausgleichen. Zwischen dem 0:2 und dem 2:3 lagen lediglich 155 Sekunden. Dass es bis zur ersten Pause beim 3:3 blieb, lag vorab an den Goalies.