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Thuner Millionenflügel

Marvin Spielmann hat sich in der letzten Saison zum Shootingstar des FC Thun gespielt. Trotz diversen Auslandangeboten spielt er immer noch im Berner Oberland und trifft heute auf den FC Luzern (16.00).
Raphael Gutzwiller
Schnell am Flügel und torgefährlich: Thuns Offensivwaffe Marvin Spielmann. Bild: Pascal Müller/Freshfocus (Lausanne, 13. Mai 2018)

Schnell am Flügel und torgefährlich: Thuns Offensivwaffe Marvin Spielmann. Bild: Pascal Müller/Freshfocus (Lausanne, 13. Mai 2018)

Ajax Amsterdam, 1. FC Köln, Feyenoord Rotterdam, Sampdoria Genua, BSC Young Boys: Die Liste der Interessenten für Marvin Spielmann ist lang. Mit einer fulminanten letzten Saison, in welcher der schnelle Flügelspieler 13 Tore erzielte, hat Spielmann auf sich aufmerksam gemacht. Trotz lukrativer Angebote ist er aber noch immer beim beschaulichen FC Thun. «Ich konzentriere mich voll auf Thun», sagt der U21-Nationalspieler aus Olten. Festlegen, ob er in diesem Sommer sicher nicht wechselt, will er sich aber nicht. «Irgendwann ist das Ausland sicher ein Traum.»

Das Interesse von mehreren Vereinen sieht Spielmann als Bestätigung für seine starke Saison. «Das habe ich mir ein bisschen erarbeitet. Aber nun wird die Erwartungshaltung an mich sicher nicht kleiner.» In Thun versuche er nun mehr Verantwortung zu übernehmen, auch wenn er nicht der Lautsprecher des Teams ist. «Auf dem Platz kann ich schon mal laut werden, daneben bin ich aber eher ruhig», sagt er.

«Endlich» durchgesetzt in der Super League

Spielmann hat eingeschlagen in der letzten Saison. «Endlich», wie er sagt, habe er sich durchgesetzt. Inzwischen ist der Oltener mit kongolesischer Mutter 22-jährig, hat für den Durchbruch in der obersten Liga auch Geduld gebraucht. «Gezweifelt habe ich aber nie», sagt Spielmann. «Ich habe immer Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten gehabt. Aber als junger Spieler ist es schwierig, sein Potenzial auf den Platz zu bringen.»

Über die Challenge-League-Vereine Aarau und Wil kam er zu Thun. Dass es dort mit dem Durchbruch geklappt hat, ist kein Zufall. Immer wieder verpflichtet Thun Spieler aus unteren Ligen. Zu den Vorgängern Spielmanns gehören etwa Wolfsburgs Renato Steffen und YBs Christian Fassnacht. Als Fassnacht im Sommer 2017 nach Bern wechselte, kam Spielmanns Chance, der ein halbes Jahr zuvor in Thun landete, aber nicht über die Reservistenrolle hinauskam. «Als ich dann die Chance erhielt, konnte ich sie nutzen.» Und wie: Nach sieben Runden hatte er sechs Tore erzielt, Fassnacht war vergessen.

Nun trifft Spielmann heute mit Thun auf Luzern. Im Umfeld des heutigen Gegners könnte man sich Spielmann auch in der eigenen Mannschaft vorstellen. Das ist aber Wunschvorstellung, Spielmanns Marktwert wird inzwischen auf 3,8 Millionen Franken geschätzt. Diese Zahl interessiert ihn nicht, stattdessen sagt er: «Ich will im Moment einfach gegen Luzern gewinnen.»

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