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Thoma bleibt Trainer in Wil

Captain Mario Schönenberger, Fabian Schär oder Dzengis Cavusevic – der FC Wil verliert erneut zahlreiche Teamstützen. Die grosse Konstante bleibt Sportchef und Trainer Axel Thoma, der heute ab 17.30 Uhr einen Heimsieg gegen Brühl fordert.
Markus Zahnd
Axel Thoma gibt im FC Wil auch in der nächsten Saison die sportliche Richtung vor. (Bild: Urs Bucher)

Axel Thoma gibt im FC Wil auch in der nächsten Saison die sportliche Richtung vor. (Bild: Urs Bucher)

FUSSBALL. Vor dem heutigen Derby gegen Brühl ist der FC Wil in der Challenge League auf Platz acht klassiert. Mit den Abstiegsplätzen hatte die Mannschaft kaum je etwas zu tun, die vorderen Ränge sind aber auch unerreichbar. Dennoch wird Trainer Axel Thoma keine Mühe haben, sein Team für das zweitletzte Spiel im alten Bergholz zu motivieren: «Ein Derby will man immer gewinnen. Das fordere ich auch gegen Brühl. Zudem spielt bei uns jeder um seine Zukunft.» Eine Zukunft in der höchsten Schweizer Liga. Bereits am Montag gegen Winterthur seien Scouts der «halben Bundesliga» im Bergholz gewesen, sagt Thoma. Auch für heute hätten sich zahlreiche Beobachter angekündigt.

So wie es derzeit aussieht, wird Wil erneut zahlreiche Teamstützen verlieren. Denn praktisch bei jedem Spieler muss Thoma zugeben, dass es Anfragen gibt. Der 48-Jährige, der seit sechs Jahren Sportchef und seit 20 Monaten auch Trainer in Wil ist, beklagt sich aber nicht darüber, dass er zum wiederholten Mal ein neues Team zusammenstellen muss. «Es entspricht unserem Konzept, Spieler weiterzuentwickeln und sie dann zu verkaufen. Zudem ist es finanziell wichtig, dass wir Transfererlöse erzielen, davon leben wir.» Er freue sich über jeden Spieler, welcher den Sprung in die Super League schaffe, «das ist ein gutes Zeichen für unsere Arbeit».

Zwei gehen nach St. Gallen

Nach Dario Lezcano, Marko Muslin oder Sally Sarr ist die Reihe nun an den Leistungsträgern dieser Saison. Mario Schönenberger wird zum Kantonsrivalen St. Gallen wechseln, die medizinischen Tests hat der Toggenburger bereits absolviert. Ebenfalls kurz vor der Unterschrift in St. Gallen steht Stürmer Dzengis Cavusevic. «Ich gehe davon aus, dass diese beiden Wechsel nur noch Formsache sind», sagt Thoma. Ins Stocken geraten ist hingegen der Transfer von Fabian Schär zu Schweizer Meister Basel, «wir warten auf eine Offerte», so Thoma. Dennoch ist der Abgang des jungen Verteidigers beschlossene Sache.

Fest steht auch der Wechsel von Torhüter Guillaume Faivre nach Thun. Den Verein verlassen wird wohl auch Sergio Bastida, dessen Vertrag nicht verlängert werden dürfte. Daneben gibt es eine Reihe von Spielern, deren Abgang zwar noch nicht fix aber gut möglich ist. So sind Adis Jahovic, Kim Jaggy, Anatole Ngamukol oder Jong Hyok Cha von nationalen und internationalen Vereinen stark umworben.

Geduld ist gefragt

Wie er die Abgänge alle ersetzen will, weiss Thoma noch nicht. Bis jetzt steht einzig fest, dass Torhüter Timon Waldvogel vom FC St. Gallen zurückkehrt. «Ich habe eine Liste von ungefähr zehn Spielern, die sehr interessant sind.» Vorerst sei aber Geduld gefragt. So richtig aktiv könne er erst werden, wenn die Clubs aus der Super League ihre Kaderplanungen abgeschlossen hätten.

Die für ihn persönlich wichtigste Frage hat Thoma indes bereits geklärt: Er wird als Trainer weitermachen. «Ich habe nie jemanden kontaktiert», widerspricht der Deutsche sämtlichen Gerüchten über mögliche Kandidaten. Dass er Trainer bleibe, sei für den FC Wil die beste Lösung. «Nicht weil ich so ein guter Trainer wäre. Aber weil ich beide Funktionen bekleide, habe ich mehr Geld für Spieler», sagt Thoma. Die guten Resultate seien auch nicht das Ergebnis seiner Trainerarbeit. «Der Erfolg basiert auf meiner Tätigkeit als Sportchef, das Konzept scheint zu greifen.» So wird Thoma an seinem Konzept auch nichts ändern, egal welche Spieler er zur Verfügung haben wird.

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